Dax-Umfrage
Anleger machen einen Freudensprung

Nach der Börsenrally der Vorwoche hat sich die Stimmung deutlich aufgehellt. Und ein Ende der Kursgewinne ist nicht in Sicht. Eine exklusive Analyse zeigt, bei welchen Dax-Ständen die besten Kaufkurse erreicht werden.

DüsseldorfVor einer Woche hatte Börsenexperte Stephan Heibel eine schnelle Eroberung der 10.000er-Marke beim Dax in Aussicht gestellt. Tatsächlich ist der deutsche Leitindex in der vergangenen Woche um 4,5 Prozent auf 10.052 Punkte angesprungen. Es war der zweitgrößte Wochengewinn des laufenden Jahres.

Auslöser für die Rally waren überraschend gute Im- und Exportzahlen aus China. Doch die Intensität der Kursgewinne war nur aufgrund der vorhergehenden Korrektur Anfang April möglich. Vor zwei Wochen laute das Motto: „Wer hoch springen möchte, der muss zuvor tief in die Knie gehen“ – und genau das hat der Dax nun getan. So lautet noch am 4. April Heibels Prognose: „Eine mögliche Korrektur dürfte überschaubar bleiben“. Im Anschluss sei es möglich, dass der Dax deutlich über die Marke von 10.000 Punkten steigt – deutlicher als in den Vorwochen. Im März lag das deutsche Börsenbarometer noch bei 10.115 Zählern, ehe im April die Zwischenkorrektur startete.

Basis für Heibels Dax-Prognosen ist die wöchentliche Handelsblatt-Umfrage zur Börsenstimmung unter mehr als 2.300 Anlegern. Der Inhaber des Analysehauses Animusx betrachtet die Ergebnisse vor allem als Kontraindikatoren. Sehr vereinfacht gesagt: Sind Anleger zu pessimistisch, ist das eher ein Indiz für bald steigende Kurse. Der Grund: Viele haben dann ihre Aktien bereits verkauft, und neue Käufe führen schnell zu höheren Kursen. Allerdings werden bei der letztendlichen Prognose weitere Indikatoren berücksichtigt.

Laut der aktuellen Umfrage haben die jüngsten Kursgewinne die Stimmung unter den Anlegern kräftig aufgehellt. Aus Niedergeschlagenheit (Abwärtsimpuls minus 26 Prozentpunkte auf elf Prozent) wurden bei einem Viertel der Umfrageteilnehmer binnen Wochenfrist Glücksgefühle. So erkennt nur noch gut jeder Zehnte einen Abwärtsimpuls – ein Minus um 26 Prozentpunkte gegenüber der Vorwoche. Und 30 Prozent sehen in der aktuellen Entwicklung einen Aufwärtsimpuls – ein Plus von 23 Prozentpunkten.

Diejenigen, für die die jüngste Korrektur im Rahmen einer übergeordneten Seitwärtsbewegung lag, erkennen nun auch die Wochenrally als Bestandteil der Seitwärtsbewegung (minus zwei Prozentpunkte auf 40 Prozent). Eine Bodenbildung ist nach Meinung der Anleger abgeschlossen (minus acht Prozentpunkte auf fünf Prozent). Jetzt sehen die ersten schon wieder eine Topbildung (plus 13 Prozentpunkte auf 14 Prozent). „Das kurzfristige Sentiment hat einen Freudensprung vollzogen, befindet sich jedoch noch nicht in Extrembereichen“, meint Heibel.

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