Dax-Umfrage „Anleger müssen sich an Verluste gewöhnen“

Die schwache Handelswoche hat bei vielen Anlegern für Ernüchterung gesorgt. Waren die vergangenen Tage der Startschuss oder eher das Ende für die Jahresendrally? Eine exklusive Umfrage liefert dazu eine klare Antwort.
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Gier und Panik? Wann Emotionen die Kurse bewegen

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DüsseldorfDie vergangene Börsenwoche wirkte auf optimistische Anleger ernüchternd. Der Dax fiel um 2,5 Prozent und beendete am Freitag den Handel bei 13.127 Punkten. „Selbst für die wilden Bullen unter den Anlegern ist das nicht außergewöhnlich, an solche Verschnaufpausen beziehungsweise Rücksetzer müssen die sich gewöhnen“, meint Börsenexperte Stephan Heibel. Für ihn war der Rücksetzer überfällig, Investoren haben einfach Gewinne mitgenommen. Er hatte in den vergangenen Wochen bereits vor einer höheren Volatilität an den Aktienmärkten gewarnt.

Der Inhaber des Analysehauses Animusx wertet die wöchentliche Handelsblatt-Umfrage Dax Sentiment aus, bei der mehr als 2.800 Anleger zu ihrer Ansicht über die aktuelle Börsenlage, einer Rückschau auf die vergangenen Woche sowie ihren Erwartungen und Kaufverhalten befragt werden. Daraus leitet Heibel eine Prognose für die kommenden Handelstage ab.

Das sind die reichsten Menschen der Welt
20. Platz: Sheldon Adelson
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Das durchschnittliche Vermögen der Superreichen liegt laut „Forbes“ bei 3,75 Milliarden Dollar. Ungefähr das Zehnfache (30,4 Milliarden Dollar) besitzt der Vorsitzende und CEO von Las Vegas Sands, dem größten Casino-Unternehmen in Amerika. Adelson spendete 5 Millionen Dollar, um Donald Trump bei der US-Wahl 2016 zu unterstützen und 40 Millionen Dollar, um republikanische Kongresskandidaten zu stärken.

19. Platz: Li Ka-shing
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Hong Kongs reichste Person ist einer der einflussreichsten Geschäftsmänner in Asien. Seine Interessen reichen von Häfen, über Versorgungsunternehmen und Telekommunikation hin zu Immobilien und Einzelhandel. Seine Unternehmen beschäftigen über 310.000 Menschen in mehr als 50 Nationen. Der 88-Jährige verfügt über 31,2 Milliarden Dollar.

18. Platz: Wang Jianlin
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Zusammen bringen es die Milliardäre weltweit auf ein Vermögen von 7,67 Billionen Dollar - mehr als das Doppelte der jährlichen Wirtschaftsleistung Deutschlands. Der reichste Mann Chinas, Wang Jianlin, landet mit 31,3 Milliarden Dollar noch in den Top 20.

17. bis 15. Platz: Alice, Jim und Robson Walton
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Die größte Supermarktkette der Welt macht auch die Erben reich: Robson Walton (rechts), der älteste Spross des Wal-Mart-Gründers Sam Walton, bringt es 2017 auf 34,1 Milliarden Dollar und damit auf Platz 15 der Liste. Das sind 2,2 Milliarden Dollar mehr als im Vorjahr – und reicht, um seine Geschwister Alice Walton (Platz 17: 33,8 Milliarden Dollar) und Jim Walton (34 Milliarden Dollar) knapp zu überholen.

14. Platz: Liliane Bettencourt
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Bettencourt gehören 27,5 Prozent des französischen Kosmetikkonzerns L'Oréal. Ihr Vater hatte das Unternehmen 1907 gegründet. Ihr derzeitiges Vermögen wird auf gut 39,5 Milliarden Dollar geschätzt. Die 94-Jährige leidet unter Demenz und steht unter der Vormundschaft ihres älteren Enkels Jean-Victor Meyers, während Tochter Francoise Bettencourt-Meyers ihr Vermögen verwaltet. Im Sommer 2010 geriet Bettencourt in die Schlagzeilen, als Vorwürfe in den Medien von illegalen Parteispenden an Präsident Nicolas Sarkozy und an Arbeitsminister Éric Woerth aufkamen. Dies führte zur Bettencourt-Affäre. Die Witwe zog sich 2012 aus dem Unternehmensvorstand zurück.

13. Platz: Sergey Brin
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Internet-Unternehmer sind in der diesjährigen Rangliste auf dem Vormarsch. Google-Mitgründer Larry Page ist Präsident der Dachgesellschaft Alphabet und war als gebürtige Russe ein freimütiger Kritiker von Donald Trumps Einwanderungsverbot. Das Vermögen des reichsten Einwanderers in Amerika beläuft sich auf satte 39,8 Milliarden Dollar, ein Vielfaches mehr, als der derzeitige US-Präsident besitzt (3,5 Milliarden Dollar laut Forbes).

12. Platz: Larry Page
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Nachdem sie sich an der Stanford University kennengelernt hatten, gründete Brin gemeinsam mit Larry Page Google. Heute ist der 43-Jährige Vorstandschef der Google-Muttergesellschaft Alphabet und belegt mit einem Vermögen von 40,7 Milliarden Dollar den zwölften Platz.

Hinter Umfragen zur Börsenstimmung wie dem Dax Sentiment stehen zwei Annahmen: Wenn die große Masse von Anlegern bereits investiert hat, bleiben wenige übrig, die noch zusätzlich kaufen und damit die Kurse in die Höhe treiben könnten. Umgekehrt gilt natürlich Entsprechendes: Wenn die Anleger mehrheitlich noch nicht investiert haben, können nur noch wenige verkaufen und damit die Kurse drücken.

Wenn Anleger investiert haben, werden sie sich optimistisch über den erwarteten weiteren Kursverlauf äußern, wenn sie nicht investiert haben, pessimistisch. Denn pessimistisch zu sein, was die zukünftige Börsenkursentwicklung betrifft, gleichzeitig aber investiert zu sein, macht wenig Sinn.

Beim Handelsblatt Dax Sentiment ist seit Ende August, dem Beginn der laufenden Rally, die Stimmung kontinuierlich gestiegen und die Erwartung auf noch weitere Kursgewinne in der Zukunft kontinuierlich zurückgegangen. Doch diese Lage hat sich gedreht. Die Stimmung ist auf neutralem Niveau, und der Zukunftsoptimismus kehrt zurück. „Ich werte dies als Zeichen, dass sehr viele Anleger nur auf solche kurzen Rücksetzer warten, um dann so schnell wie möglich einzusteigen“, lautet das Fazit des Sentimentexperten. „So betrachtet, dürfte der Rücksetzer zum Beginn dieser Woche enden“.

„Diese Rally ist noch jung“
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1 Kommentar zu "Dax-Umfrage: „Anleger müssen sich an Verluste gewöhnen“"

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  • „Anleger müssen sich an Verluste gewöhnen“

    Das mussten sie doch schon immer (bis zu einem gewissen Grad, natürlich).

    Der langfristige Trend ist entscheidend.

    Und eine durchdachte Auswahl sowie eine gewisse "Streuung" der Anlagen.

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