Dax-Umfrage
Anleger sind depressiv

Mit dem Minus der vergangenen Woche ist die aktuelle Börsenstimmung auf ein Rekordminus abgerutscht. Doch ob dieser Kontraindikator für eine Trendwende reicht, zeigt eine exklusive Analyse.

Eine zögerliche Erholung mit vielen Unterbrechungen hatte Börsenexperte Stephan Heibel am vergangenen Montag für diese Börsenwoche prognostiziert. Das Ergebnis der vergangenen Handelstage: Beim deutschen Leitindex endete die Erholung bei 10.380 Zählern. Danach ging es abwärts. Zum Wochenende notierte der Dax bei 10.038 Punkten – ein Wochenminus von 2,5 Prozent.

Mit diesem Minus trübte sich auch die aktuelle Börsenstimmung ein. Das zeigt das Handelsblatt Dax-Sentiment, eine wöchentliche Umfrage auf Handelsblatt Online unter mehr als 2300 Anlegern. Diese Umfrage ermittelt die Börsenstimmung, also ob Anleger euphorisch oder pessimistisch eingestellt sind. Daraus leitet Stephan Heibel, Inhaber des Analysehauses Animusx, Prognosen ab, wie sich der Dax entwickeln könnte. Prognosen der Vergangenheit, die bislang eine sehr hohe Trefferquote haben, finden Sie unter Vergleich Dax-Sentiment und Indexentwicklung.

Der kurzfristige Sentimentindikator, also wie Anleger die aktuelle Börsenlage einschätzen, sackte erneut ab und zeigt bereits wieder eine depressive Stimmung an. Nur noch neun Prozent der Umfrageteilnehmer sehen in der aktuellen Bewegung einen Aufwärtsimpuls oder eine Topbildung. Mit 60 Prozent sehen hingegen die meisten einen Abwärtsimpuls oder eine Bodenbildung. Im Wochenvergleich gab es die größte Veränderung im Lager der neutralen Anleger, die um acht Prozentpunkte auf 31 Prozent anstiegen und sich überwiegend von zuvor positiv gestimmten Anlegern bedienten.

Dabei hat der Rückschlag der vergangenen Börsenwoche immer weniger Anleger überrascht. Jeder Zweite hat im Nachhinein die Entwicklung so kommen gesehen – ein Plus von zwölf Prozentpunkten gegenüber der Vorwoche. Nur gut jeder Fünfte hatte eine andere Entwicklung erwartet.

Mit dem Kursrückgang geht ein gestiegener Optimismus einher. 44 Prozent (plus vier Prozentpunkte) der Anleger sind überzeugt, dass wir in drei Monaten wieder steigende Kurse sehen. Nur noch 15 Prozent (minus drei Prozentpunkte) fürchten einen Abwärtsimpuls. Damit zeigt sich erneut die robuste Zuversicht, die die Anleger schon die gesamte Korrektur hindurch gezeigt haben.

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