Dax-Umfrage
Die Jahresendrally kommt, aber später

Fast 600 Punkte hat der Dax binnen zwei Wochen verloren. Das schlägt auf die Stimmung der Anleger. Die Jahresendrally haben sie aber noch nicht abgeschrieben. Eine exklusive Analyse.
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DüsseldorfFür den Dax lief es zuletzt alles andere als rund. In der vergangenen – noch dazu verkürzten – Woche ging es um weitere 3,2 Prozent abwärts. In der Vorwoche hatten die deutschen Standardwerte ähnlich Federn lassen müssen. Binnen zwei Wochen ging es von 9800 Punkten auf nur noch 9200 Punkte abwärts.

Ein solcher Kursrücksetzer lässt die Anleger natürlich nicht kalt. Das zeigt auch das Handelsblatt Sentiment. Während die Umfrageteilnehmer in der vergangenen Woche noch trotzig mit einem „Wusste ich’s doch“ reagiert hatten, sieht die Welt nun schon anders aus.

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Haben sich Ihre Erwartungen zum Dax in der vergangenen Woche erfüllt?

in Prozent


Viele Börsianer wurden von dem erneuten Absturz kalt erwischt. „55 Prozent der Umfrageteilnehmer sind von dem anhaltenden Kurseinbruch überrascht worden“, sagt Börsenexperte Stephan Heibel vom Analysehaus animusX. „Das bestätigt meine Interpretation der Vorwoche, dass für einen direkten Kursanstieg noch zu viel Selbstgefälligkeit unter den Anlegern herrschte.“ Das Handelsblatt analysiert jede Woche in Zusammenarbeit mit animusX die aktuelle Stimmung an der Börse und gibt Anlegern dadurch Orientierung bei ihrer Geldanlage.

Die aktuelle Auswertung zeigt: Anleger benötigten zwei Wochen, um sich den Kurseinbruch einzugestehen. Immerhin 65 Prozent der Umfrageteilnehmer sehen den Dax derzeit in einem Abwärtsimpuls beziehungsweise in einer Bodenbildung – das sind 44 Prozent mehr als in der Vorwoche. Nur noch jeder Fünfte sieht den Dax nach wie vor in einer Seitwärtsbewegung – ein Minus von 20 Prozent gegenüber der Vorwoche. Das deckt sich mit den Einschätzungen der Experten auf dem Parkett. „Eine Wende zum Besseren ist derzeit noch nicht in Sicht“, sagt beispielsweise Markus Reinwand von der Helaba.

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In welcher Zyklusphase befinden sich die Märkte Ihrer Meinung nach aktuell?

in Prozent


Vor allem mit Blick auf die Politik der weltweiten Notenbanken und die Krisenherde in der Welt ist die Unsicherheit an den Märkten derzeit groß. Wenig positiv stimmen deshalb aktuell auch die Ausblicke zahlreicher Analysten. „Es spricht einiges dafür, dass die westlichen Aktienmärkte auch in den kommenden Wochen eine Underperformance zeigen werden“, schreibt das Research Team der DZ Bank. Das Ende der geldpolitischen Geschlossenheit der großen Notenbanken – die Fed fährt ihre geldpolitischen Impulse zurück, die EZB erhöht sie – stelle dabei in den kommenden Wochen vermutlich noch den kleinsten der potenziellen Gefahrenherde dar. „Einen weitaus größeren negativen Einfluss dürften das sich derzeit abschwächende Weltwirtschaftswachstum und der Fortgang der eskalierenden geopolitischen Konflikte entfalten“, so die DZ-Banker.

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  • Dann muss er aber auf mindestens 9595 Punkte steigen.9500 wären zu wenig für den Ausgangspunkt.Für viele,auf Kredit investierte,wird es langsam eng.25 Prozent plus x,wie in den 2 Jahren zuvor ,wird der DAX nicht mehr schaffen.Auf Pump engagierte Anleger(machen rund 25% aller DAX-Investoren aus) brauchen in der Regel mindestens 8 Prozent an Performance pro Jahr,damit sich der Einsatz wirklich lohnt.Kommt der DAX weiter unter Druck,müssten sie ihre Investitionen überdenken,was wiederum,den DAX weiter unter Druck bringt.Das gleiche Spiel wie 2000,als der DAX im Herbst unter den Ausgangspunkt 7000 Punkte fiel und bei um die 6430 Punkte das Jahr beendete.Wie es dann weiterging,ist denke ich bekannt.

  • Ich schätze mal, dass es für viele schon eine Jahresendrally ist, wenn wir dann von 8500 wieder auf 9500 steigen. Der Dax also +/-0 das Jahr beendet.

    Buy-and-Hold funktioniert m.M.n. im aktuellen Umfeld nicht. Mit einem ETF den ganzen Weg mit Hebel 1 nach unten mitmachen auch nicht.

  • Sie kommt, wenn auch später - so um die zwei, drei Jahre später, vielleicht.

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