Dax-Umfrage: „Die nächste Korrektur fällt heftiger aus“

Dax-Umfrage
„Die nächste Korrektur fällt heftiger aus“

Der Dax-Aufwärtstrend ist stark. Das hat der kurze Rücksetzer am Dienstag gezeigt. Viele Institutionelle nutzten die Gelegenheit, um einzusteigen. Eine exklusive Analyse zeigt, wie brenzlig dadurch die Lage geworden ist.
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DüsseldorfDie Achterbahnfahrt des Dax in der vergangenen Woche hat Spuren hinterlassen: Einige Teilnehmer der Handelsblatt-Umfrage „Dax-Sentiment“ formulieren nun ihre bullische Einschätzung etwas moderater. Auf die Frage nach der aktuellen Börsenentwicklung sehen nur noch 45 Prozent derzeit einen Aufwärtstrend, während 47 Prozent eine Topbildung erkennen wollen.

Am vergangenen Dienstag war das deutsche Börsenbarometer plötzlich um 2,2 Prozent eingebrochen. Bedeutende Nachrichten gab es nicht, der Grund für den Kursrutsch war eher „Höhenangst“. Nach acht Wochen mit Kursgewinnen im Dax wurden bereits schwache Autoabsatzzahlen zum Anlass genommen, um Gewinne mitzunehmen.

Unerwartet kam dies jedoch nicht. „Für mich war es eine Überraschung, dass schon am Mittwochfrüh Käufer den Dax schnell wieder in die Höhe trieben und de, Leitindex auf Wochensicht ein deutliches Plus von 1,3 Prozent bescherten“, meint Stephan Heibel vom Analysehaus Animusx.

Heibel interpretiert die Ergebnisse der wöchentlichen Handelsblatt-Umfrage zur Börsenstimmung unter mehr als 1700 Anlegern. Dabei achtet er vor allem auf Kontraindikatoren. Sind Anleger beispielsweise zu euphorisch, weil sie weiterhin steigende Kurse erwarten? Oder auch zu selbstgefällig, weil sie die Kursgewinne genau so erwartet hatten? Dies sind Kontraindikatoren, weil die Anleger beispielsweise bei sehr großer Euphorie schon investiert sind und bei Kursrückschlägen die Käufer fehlen. Aus umgekehrter Sicht, wenn Anleger zu pessimistisch sind, gilt dies genauso.

Haben sich Ihre Erwartungen zum Dax in der vergangenen Woche erfüllt?


Für Heibel hat die Kürze des Rücksetzers am vergangenen Dienstag eindrucksvoll gezeigt, wie stark der Aufwärtstrend ist. Viele Anleger hatten sich nach einer Gelegenheit gesehnt, um noch einzusteigen. Das Fazit des Börsenexperten: „Dadurch, dass dieser Rücksetzer nur wenige Stunden in Anspruch nahm, haben insbesondere institutionelle Anleger schnell gekauft.“

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  • Ich weiß nicht welchen ökonomischen Sachverstand Börsianer haben, als Betriebswirt steht für mich fest, dass der Aktienmarkt sich (aufgrund mangels an Alternativen ???) längst von allen Unternehmensergebnissen und -nachrichten abgesetzt hat; mit fatalen Folgen. Wer glaubt, dass er mit einer Aktie ein Produkt vergleichbar mit realen Konsumgütern gekauft hat wird früher oder später eine Bruchlandung hinlegen. Aktien sind auf dem hohen Niveau überhaupt nicht mehr bewertbar. Die Quatschaussage, dass man mit dem Erwerb von Aktien Realkapital an einem Unternehmen erhält kann getrost ins Reich der Märchen verbannt werden. Sie werden nicht einmal einen Mercedes-Stern erhalten sollte Daimler kollabieren !!!

  • Solange die EZB jeden Monat 60 Milliarden Euro in die Wirtschaft pumpt ,wird es keine
    Korrektur geben ! Wohin sollen denn die Gelder von Versicherungen, Banken, große Fonds u.s.w. fließen wenn nicht in Aktien ?Wenn es mal einen kurzen Rücksetzer geben sollte , dann im Höchstfall mal 300 Pünktchen .Nicht mehr ,weil sofort nachgekauft wird . So einfach ist das ! !

  • Joah dann warten wir mal noch ein paar Monate und schalten die Handelssysteme im EU-Aktienmarkt fürs Sommerloch scharf.

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