Dax-Umfrage
„Ein Ende der Korrektur ist noch nicht absehbar“

Nach dem Kurseinbruch ist die Laune der Anleger heftig eingebrochen. Die Stimmung ist fast so schlecht wie nach dem Brexit-Votum. Damals begann nach einigen Tagen eine rasante Rally. Wiederholt sich dieses Szenario?
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DüsseldorfFür regelmäßige Leser der Handelsblatt-Umfrage Dax-Sentiment kam der Kursrutsch der vergangenen Handelswoche nicht überraschend. Denn in den vergangenen drei Wochen hatte sich das Sicherheitsnetz aufgelöst, das die Anleger in den ersten fünf Monaten des Jahres noch vor größeren Kursverlusten bewahrt hatte. Darauf wies Börsenexperte Stephan Heibel, der die wöchentliche Handelsblatt-Umfrage unter mehr als 2.500 Anlegern analysiert, mehrfach hin.

Sicherheitsnetz bedeutet, dass Anleger sich stets vor fallenden Kursen abgesichert und manche sogar darauf spekuliert hatten. Aus Sicht der Sentiment-Analyse verhindern solche Investments höhere Minuszeichen, weil diese Anleger bei fallenden Kursen schnell ihre Gewinne realisieren und damit den Markt stützen.

Doch diese Absicherungen und Short-Spekulationen wurden in den vergangenen drei Wochen aufgelöst, der Dax verlor in der vergangenen Woche 3,2 Prozent. Als Folge ist die Laune der Anleger so stark umgeschlagen wie zuletzt nach dem überraschenden Wahlsieg Donald Trumps oder nach dem überraschenden Brexit-Votum.

Das Lager der Niedergeschlagenen, die den Dax in einem Abwärtstrend sehen, ist um 36 Prozentpunkte auf 48 Prozent gewachsen. Zulauf bekam das Lager diese Woche von den ehemals gut gelaunten Anlegern (Aufwärtstrend, gegenüber der Vorwoche ging es von minus elf auf plus vier Prozent rauf) sowie von den Neutralen (Seitwärtstrend, von minus 16 Prozent auf 30 Prozent). Auch eine Topbildung im Dax sehen derzeit nur noch elf Prozent der Umfrageteilnehmer (minus 14 Prozentpunkte). Damit ist das Dax-Sentiment binnen weniger Tage auf den Extremwert von minus 4,4 Prozent gefallen.

Zur Einordnung: Nach dem Wahlsieg von Donald Trump als US-Präsident wurden minus 4,6 Prozent erreicht, nach dem Brexit-Votum sogar minus 5,5 Prozent. In beiden Fällen gab es anschließend eine Rally am deutschen Aktienmarkt. Wiederholt sich dieses Szenario?

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  • Verehrter Herr hartmut braune, die USA werden von nichts nach unten gezogen,
    alleine deshalb, weil sie den verrückten Rest nicht brauchen.

  • ......ich kann keinem Schreiber ......hier.....das Schreiben verbieten.....

    ....nur so viel

    ......es verbietet sich.....jedenfalls für mich......eine Prognose abzugeben
    ....warum nicht?

    .....nun.....das Wasser.....auf dem jetzt alles schwimmt....hat sich von seiner glatten....ruhigen Oberfläche......in ein unruhiges Gewässer verwandelt......mächtige Strudel wurden und werden gesichtet...die alles nach Unten ziehen......Stürme.....mit hohem Wellengang werden vorausgesagt......sodass die "Fischer" nicht mehr.....zum Angeln aufs Wasser können.....hat jetzt die Gewerkschaft der Fischer empfohlen......große Vorsicht walten zu lassen.....und ggf. die Boote im Hafen zu lassen......und der.....der es wagt.....alles verlieren kann....

  • In den USA werden diese Kapriolen kaum nachvollzogen:
    Genau deshalb hat man Ami-Aktien.

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