Dax-Umfrage Anleger sind auf einen Kursrutsch gut vorbereitet

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Extreme Angst an den US-Märkten

Weitere neun Prozent (plus drei Prozentpunkte) gehen zwar kurzfristig von steigenden Kursen aus, erwarten aber dann in drei Monaten eine Topbildung, also das Ende der Rally. Damit ist bei der Handelsblatt-Umfrage die Erwartung im Vergleich zur Vorwoche deutlich zurückgegangen, verbleibt aber im leicht optimistischen Bereich.

Aktien nachkaufen will in den kommenden zwei Wochen gut jeder vierte Anleger (26 Prozent, plus drei Prozentpunkte). 15 Prozent (plus ein Prozentpunkt) wollen ihre Positionen jedoch verkleinern. Damit ist das Lager derer, die mit ihren Transaktionen vorerst abwarten wollen, um fünf Prozentpunkte auf 59 Prozent geschrumpft. Anleger zeigen sich also handlungsbereit, lautet die Schlussfolgerung aus dem Abstimmungsverhalten.

Das Euwax-Sentiment der Stuttgarter Börse, an der in erster Linie Privatanleger handeln, ist deutlich ins Minus gerutscht. Privatanleger kaufen wieder verstärkt Absicherungsprodukte, um sich vor Kursverlusten zu schützen, oder spekulieren gar auf fallende Kurse. Dieser Indikator wird anhand realer Trades mit Hebelprodukten auf den deutschen Leitindex berechnet.

Werden Sie in den nächsten beiden Wochen handeln?
Angaben in Prozent

Derweil bleiben institutionelle Anleger, die sich über die Frankfurter Terminbörse Eurex absichern, gelassen. Die Profis haben vor zwei Wochen verstärkt auf steigende Kurse gesetzt und diese Woche ihre Positionen gehalten.

Der Blick auf die US-Aktienmärkte zeigt ein interessantes Bild. Der auf technischen Marktdaten basierende „Angst-und-Gier-Index“ für die US-Indizes zeigt mit 22 Prozent noch immer extreme Angst an und kann daher als Unterstützung für die Aktienbörse betrachtet werden. „Ein Ausverkauf von diesem Niveau aus kann die Aktienmärkte nicht mehr viel tiefer führen“, meint der Sentiment-Experte.

Viele Profis haben auf diese Konstellation bereits reagiert: Die Investitionsquote der institutionellen Anleger ist deutlich um zehn Prozentpunkte auf 65 Prozent gestiegen, notiert damit jedoch weiterhin deutlich unter dem Durchschnitt der vergangenen zwölf Monate. „Auch die US-Profis halten ihr Pulver noch trocken“, erläutert Heibel.

Für ihn überraschend: Die US-Bulle/Bär-Quote der Privatanleger ist auf minus 16 Prozent gerutscht und zeigt damit eine so große Bärenquote an, wie seit dem Amtsantritt Donald Trumps nicht mehr. „Während hierzulande die Trump-Tweets offensichtlich immer gelassener zur Kenntnis genommen werden, hat der US-Präsident es geschafft, seine Wähler vollständig zu verunsichern.“

Die Handelsblatt-Umfrage startet jeden Freitag und endet am Sonntag. Die Auswertung lesen Sie tags darauf auf Handelsblatt Online. Einfacher haben es Leser, die sich für eine kostenlose Erinnerungsmail eintragen. Sie erhalten automatisch eine Mail mit der Bitte, an der Umfrage teilzunehmen, und eine, wenn die Experten-Auswertung auf Handelsblatt Online zu lesen ist.

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