Dax-Umfrage: Frühes Rally-Ende verunsichert Anleger

Dax-Umfrage
Frühes Rally-Ende verunsichert Anleger

Erreicht der Dax bald die Marke von 12.000 Punkten? Oder müssen Anleger in den nächsten Tagen mit deutlichen Korrekturen am Aktienmarkt rechnen? Es gibt ein Indiz, das die Antwort auf diese Fragen geben kann.
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DüsseldorfViele Anleger fragen sich nach dem Dax-Rücksetzer der vergangenen Woche: Ist die Rally nun beendet? Denn unmittelbar nachdem die Frankfurter Benchmark die Marke von 11.600 Punkten übersprang und anschließend mit 11.893 Zählern ein neues Jahreshoch markierte, fielen die Kurse. Der deutsche Leitindex verlor in der vergangenen Handelswoche 1,4 Prozent auf 11.651 Punkte.

Ist dieses Wochenminus nun die Konsolidierung vor dem endgültigen Kursanstieg in Richtung 12.000 Punkte? Oder müssen Anleger ein weiteres Abrutschen befürchten? Antworten auf diese Frage will Börsenexperte Stephan Heibel mithilfe der Auswertung der Handelsblatt-Umfrage „Dax-Sentiment“ beantworten.

Woche für Woche werden mehr als 2.300 Anleger unter anderem dazu befragt, wie sie die aktuelle Lage an der Börse beurteilen und welche Erwartungen sie an die künftige Kursentwicklung haben. Daraus leitet Heibel, Eigentümer des Analysehauses Animusx, Prognosen zur künftigen Börsenentwicklung ab. Oft sind sind es Kontraindikatoren: So sind eher verhaltene Erwartungen aus Sicht der Sentiment-Theorie gute Voraussetzungen für steigende Aktienkurse in diesem Börsenjahr. Denn es gilt: Je stärker die Skepsis an der Börse, desto größer das Lager der Kaufwilligen.

Hingegen rechnen bei einer euphorischen Stimmung fast alle Anleger mit weiter steigenden Kursen. Sind aber fast alle schon investiert und bereit zum Absprung, dann ist es höchste Zeit zu verkaufen. Umgekehrt ist jemand, der skeptisch ist und fallende Kurse erwartet, wohl noch nicht investiert – sonst hätte er ja bereits gekauft.

Ganz so einfach ist es allerdings nicht. Oft müssen weitere Indikatoren herangezogen werden, um ein aussagekräftiges Ergebnis zu erlangen.

Das gilt auch für das aktuelle Umfrageergebnis. Noch am vergangenen Montag stellte der Sentimentexperte eine große Euphorie fest. Ein Warnzeichen, das aber nicht zwangsläufig sofort zu fallenden Kursen führen muss.
„Der Aktienmarkt könnte diesem Indikator zufolge gut noch ein wenig weiter steigen“, meinte er vor einer Woche. Gleichzeitig warnte er aber auch vor den jüngst aus spekulativen Gründen eingestiegenen Tradern. Die dürften bald ihre Gewinne mitnehmen, und dann könnte ziemlich schnell eine Korrektur kommen.

Diese Trader haben in vergangenen Tagen tatsächlich ihre spekulativen Positionen schnell wieder verkauft und warten nun auf neue Signale, die über die künftige Richtung an den Aktienmärkten Aufschluss geben könnten. Die Euphorie ist entsprechend verflogen.

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  • Und wer noch wissen möchte, wie ich, als Kleinanleger meine Kaufentscheidungen treffe:

    Ich schaue mir neben dem aktuellen Kurs auch den Höchstkurs der letzten 12 Monate an, um das Steigerungspotential abschätzen zu können.

    Dann sichere ich zusätzlich ab, indem ich nur Aktien von Gesellschaften kaufe, die in den letzten 5 Jahren mindestens 2 % Jahresdividende ausgeschüttet haben.

    Macht zwar etwas mehr Arbeit, sichert mir aber einen ruhigen Schlaf!

  • Eine sichere Progrnose:

    Der DAX wird solange steigen, bis er anfängt zu fallen. Wenn keines von beiden Szenarien eintrifft geht er in eine Seitwärtsbewegung über.

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