Dax-Umfrage
„Für ein baldiges Rally-Ende fehlt die Euphorie“

Der Dax hat ein neues Rekordhoch markiert – doch die Mehrheit der Anleger will nun nicht mehr kaufen. Ist das die richtige Einstellung? Eine exklusive Analyse zeigt Chancen und Risiken in dieser Woche.
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DüsseldorfEndlich gibt es neue Höchstkurse im Dax. Sein neues Allzeithoch vom Freitag konnte der deutsche Leitindex mit 10308 Zähler am heutigen Montag noch einmal toppen. „Das wurde lange herbeigesehnt, entsprechend selbstgefällig und erleichtert ist die Stimmung unter den Anlegern nun“, sagt Stephan Heibel vom Analysehaus Animusx.

Grundlage für seine Aussage ist das aktuelle Handelsblatt-Dax-Sentiment, eine wöchentliche Umfrage unter knapp 1500 Marktteilnehmern zur Börsenstimmung. Und die zeigt, dass aufgrund der optimistischen Jahresprognosen die meisten Anleger die nun angelaufene Rally noch ein wenig mitmachen wollen. „Zum Kaufen ist es jedoch in den Augen der Mehrheit nun zu spät“, meint Heibel, der die wöchentlichen Umfrageergebnisse interpretiert.

„Für ein baldiges Ende der Rally fehlt aber die Euphorie“, erläutert der Animusx-Geschäftsführer. Denn die Stimmung sei durchweg gemischt und verhalten, so dass tatsächlich eine Fortsetzung der Rally möglich ist. Das erwarten auch andere Börsenexperten. „Die Chancen für weitere Kursgewinne stehen gut für den Dax“, sagt  beispielsweise der technische Analyst Andreas Büchler.

Denn Euphorie ist aus Sentiment-Sicht ein Kontrainidikator, ein Indiz für bald fallende Kurse.  Anleger kennen die alte Börsenweisheiten: „Buy on bad news“ und „Sell on good news“. Was übersetzt heißen soll: Ist die Stimmung gut, sollte man Aktien verkaufen, ist hingegen die Stimmung schlecht, sollte man sie eher kaufen. Eben ganz im Sinne der Theorie von der gegensätzlichen Meinung („Contrarian Theory“).

Infografik

In welcher Zyklusphase befinden sich die Märkte Ihrer Meinung nach aktuell?

in Prozent


Laut dieser Theorie ist allgemeine Meinungsbildung über Markttendenzen falsch. In einer euphorischen Börsenstimmung sind die meisten Anleger bereits investiert, für weitere Kurssteigerungen ist nur noch wenig Liquidität vorhanden. Bei einer schlechten Börsenstimmung hingegen halten viele Anleger Bargeld, das zu steigenden Kursen führt, sobald es wieder investiert wird.

Auswertungen von Sentiment-Umfragen bieten Anlegern eine Einschätzung, wie sich die Aktienmärkte entwickeln könnten. Und damit eine Orientierung für ihre Geldanlage. (siehe Vergleich Prognose und Indexentwicklung). „Es gibt kaum feste Kursmarken, die sich in den Köpfen der Anleger festgesetzt hätten, sodass auch diese Woche heftige Schwankungen schnell möglich sind“, lautete die Analyse in der vergangenen Woche.

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Angstbarometer steigt

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Anleger sind selbstgefällig

Kommentare zu " Dax-Umfrage: „Für ein baldiges Rally-Ende fehlt die Euphorie“"

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  • Über die Hälfte der DAX Anleger sind Ausländer.Wurden die auch befragt?Nein,insofern fehlt der größte Teil der Investoren.

  • Angeblich keine Euphorie aber die Anleger kaufen, kaufen kaufen, obwohl sich das Umfeld nicht geändert hat. Lediglich wurde angekündigt, Staatsanleihen zu kaufen. Wie das aber jetzt einen Conti, einen BMW oder einen Adidas zu mehr Gewinn verhelfen soll, wird verschwiegen.

    Interessanterweise gibt es für jeden Aufstieg und für jeden Abstieg eine oft widersprechende Begründung. Das scheint aber niemanden zu stören.

    Als der DAX im Oktober einknickte, fand man schnell Gründe, wie die Krise in der Ukraine, die Sanktionen, die deutsche Unternehmen hart treffen (angeblich).

    Als der DAX Anfang des Jahres einknickte, fürchteten laut HB die Anleger eine griechische Tragödie. Über das ganze Jahr hinweg belastete angeblich der niedrige Ölpreis die Wirtschaft. All diese Themen sind jedoch nicht vom Tisch. Ich glaube nicht, dass fundamentale Daten, wie sie jetzt als Argument missbraucht werden, für den starken Anstieg verantwortlich sind.

  • "da geht das Leittier voraus und alle andere(n) hinterher..

    und dieses sogar (bis) in den Abgrund!(eins reicht)"

    Wären Sie mal dem Leitbullen ab der 7.000 gefolgt.
    Dann wären Sie jetzt nicht so verbittert und müssten nicht dauernd so negative Kommentare schreiben.

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