Dax-Umfrage

Jahresendrally? Diese drei Termine sind entscheidend

Die Stimmung unter den Anlegern hat sich deutlich abgekühlt. Doch dieser Mix ist eher eine gesunde Basis für eine Jahresendrally im Dax. Welche drei Entscheidungen das Börsenbarometer endlich beflügeln könnten.
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Anleger hoffen auf eine Jahresendrally – doch sie ist nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Quelle: dpa
Feuerwerk

Anleger hoffen auf eine Jahresendrally – doch sie ist nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDie vergangenen Wochen waren für die Anleger ein Wechselbad der Gefühle. Im Vorfeld der US-Wahlen ging es oft genug auf und ab. Nach dem überraschenden Wahlsieg Donald Trumps folgte für viele noch überraschender eine Rally an den Aktienmärkten. Doch bevor die Anleger überhaupt vor Freude aufspringen konnten, lief die Rally schon wieder aus. Nun sehen wir seit zwei Wochen eine Seitwärtsbewegung ohne Richtungsentscheidung.

Nur knapp zwei Prozent ist die Handelsspanne breit, die der Deutsche Aktienindex seit zehn Tagen durchhält: Eingeklemmt zwischen rund 10.600 und 10.800 Punkten zeigt der Markt eine ungewöhnliche Lethargie. Dabei wollen sich die Analysten immer weniger festlegen, wohin die Entwicklung anschließend geht.

Das runderneuerte Portfolio von Warren Buffett

AMERICAN AIRLINES GROUP INC. REGISTERED SHARES DL -,01

WKN
ISIN
US02376R1023
Börse
Xetra

-0,46 -1,04%
0,00€
Chart von AMERICAN AIRLINES GROUP INC. REGISTERED SHARES DL -,01
American Airlines
1 von 49

Neu im Portfolio

Fast alle Airlines in den USA haben in den vergangenen Jahren Schwächephasen durchlitten, gingen durch Insolvenzverfahren oder fusionierten, um im Wettbewerb mithalten zu können. Das hat Starinvestor Warren Buffett lange davon abgehalten, in Fluggesellschaften zu investieren. Doch jetzt holt er gleich vier Titel ins Portfolio. Einer lautet American Airlines – Marktführer im US-Geschäft. Buffett hat Papiere für fast 800 Millionen Dollar des Unternehmens erworben.

Buffetts Anteile: mehr als 21,7 Millionen Stück
Veränderung im dritten Quartal 2016: neu im Portfolio

Quelle aller Angaben: 13-F-Pflichtveröffentlichungen bei der US-Börsenaufsicht SEC für das dritte Quartal 2016 (nur US-Aktien). Stand: 15. November 2016.

DELTA AIR LINES INC. REGISTERED SHARES DL -,0001

WKN
ISIN
US2473617023
Börse
FSE

0,00 0,00%
+48,60€
Chart von DELTA AIR LINES INC. REGISTERED SHARES DL -,0001
Delta Airlines
2 von 49

Neu im Portfolio

Bei Delta Airlines ist Buffett mit fast 250 Millionen Dollar eingestiegen. In einem Fernsehinterview wollte Buffett nicht sagen, weshalb seine Holding-Gesellschaft Berkshire Hathaway jetzt solche großen Stücke auf Luftfahrt-Werte setzt.

Buffetts Anteile: mehr als 6,3 Millionen Stück
Veränderung im dritten Quartal 2016: neu im Portfolio

UNITED CONTINENTAL HOLDG. INC. REGISTERED SHARES DL-,01

WKN
ISIN
US9100471096
Börse
FSE

-1,00 -1,59%
+62,00€
Chart von UNITED CONTINENTAL HOLDG. INC. REGISTERED SHARES DL-,01
United Continental
3 von 49

Neu im Portfolio

Von United Continental hat Buffett im dritten Quartal des Jahres Aktien im Wert von fast 240 Millionen Dollar auf die Bücher genommen.

Buffetts Anteile: mehr als 4,5 Millionen Stück
Veränderung im dritten Quartal 2016: neu im Portfolio

SOUTHWEST AIRLINES CO. REGISTERED SHARES DL 1

WKN
ISIN
US8447411088
Börse
Xetra

-0,23 -0,42%
0,00€
Chart von SOUTHWEST AIRLINES CO. REGISTERED SHARES DL 1
Southwest Airlines
4 von 49

Neu im Portfolio

Erst nach dem Stichtag 30. September hat Buffett Anteile am Billigflieger Southwest erworben. Per TV-Interview gab er aber auch diese Beteiligung bekannt, da er sich schrecklich fühlen würde, wenn über seine Airline-Käufe berichtet würde, ohne Southwest zu berücksichtigen.

Ein erfolgloses Investment in US Airways von 1989 bis 1995 (75 Prozent Verlust) soll Sodbrennen bei dem Milliardär ausgelöst haben – und seitdem hielt er die Branche für gefährlich für Anleger und nannte sie "eine Todesfalle für Anleger".

Buffetts Anteile: unbekannt
Veränderung im dritten Quartal 2016: nach dem Stichtag 30.9. ins Portfolio genommen

Media General

WKN
ISIN
Börse

Chart von Media General
Media General
5 von 49

Aus dem Depot geflogen

Das Medienunternehmen Media General hat Warren Buffett aus seinem Portfolio geworfen. Er verkaufte im dritten Quartal alle 3,47 Millionen Papiere, die er besessen hatte. Im Jahr 2012 hatte Buffett die Position an dem Zeitungskonzern aufgebaut, doch er hat seinen Glauben in eine Wiederbelebung des Geschäfts verloren.

Buffetts Anteile: 3,47 Millionen Stück
Veränderung im dritten Quartal 2016: minus 100 Prozent

SUNCOR ENERGY INC. REGISTERED SHARES O.N.

WKN
ISIN
CA8672241079
Börse
FSE

0,00 0,00%
+30,20€
Chart von SUNCOR ENERGY INC. REGISTERED SHARES O.N.
Suncor
6 von 49

Aus dem Depot geflogen

Das kanadische Energieunternehmen Suncor investiert unter anderem in Schieferöl-Projekte. Die Fracking-Industrie steht wegen des Ölpreis-Verfalls unter Druck. Deswegen hat Buffett die Position aus dem Portfolio geräumt. Zuletzt hatte er noch 22,28 Millionen Aktien besessen.

Buffetts Anteile: 0
Veränderung im dritten Quartal 2016: minus 100 Prozent

WAL-MART STORES INC. REGISTERED SHARES DL -,10

WKN
ISIN
US9311421039
Börse
Xetra

+0,50 +0,59%
0,00€
Chart von WAL-MART STORES INC. REGISTERED SHARES DL -,10
Wal-Mart
7 von 49

Anteil drastisch reduziert

Der größte US-Einzelhändler Wal-Mart war lange ein fester Bestandteil in Warren Buffetts Depot. Im zweiten und dritten Quartal reduzierte er jedoch die Beteiligung deutlich. Dabei liegt die Aktie seit Jahresbeginn mehr als zehn Prozent im Plus. Die verbleibenden Papiere sind aber immer noch 870 Millionen Euro wert.

Buffetts Anteile: 12,97 Millionen Stück
Veränderung im zweiten Quartal 2016: minus 67,75 Prozent

Welche Richtung wird das deutsche Börsenbarometer nun einschlagen? Um für die weitere Dax-Entwicklung eine Prognose zu wagen, befragt das Handelsblatt wöchentlich mehr als 2300 Anleger zur aktuellen Börsenstimmung. Diese Daten werden vom Börsenexperten Stephan Heibel, Inhaber des Analysehauses Animusx, ausgewertet und interpretiert.

Deutete die kurze Trump-Rally nach dem Wahlsieg des Republikaners aus New York auf einen Ausbruch des Dax über 10.800 Punkte an, so wurde diese Erwartung nun mehrfach enttäuscht. Wer sich also in den vergangenen zwei Wochen „long“ positioniert und damit auf steigende Kurse gesetzt hat, der fürchtet mit zunehmender Seitwärtsbewegung, dass er vielleicht falsch liegen könnte.

So zumindest interpretiert Heibel das Stimmungsbild der aktuellen Handelsblatt-Umfrage. Nur noch gut jeder Zehnte sieht den Dax in einem Aufwärtsimpuls – ein Minus von 13 Prozentpunkten gegenüber der Vorwoche. Dafür sehen wiederum 71 Prozent (plus 15 Prozentpunkte gegenüber Vorwoche) einen Seitwärtstrend. „Die Stimmung hat sich deutlich abgekühlt“, bilanziert der Sentimentexperte.

Der Neutralität entsprechend ist auch die Selbstzufriedenheit moderat. Nur gut jeder Zehnte hat vergangene Woche auf einen Seitwärtstrend spekuliert. Doch auch kaum jemand hat sich festlegen wollen, ob es künftig nach oben oder unten geht. Die meisten sehen ihre Erwartungen zum größten Teil (minus vier Prozentpunkte auf 43 Prozent) oder kaum erfüllt (plus fünf Prozentpunkte auf 35 Prozent).

Statistik spricht für steigende Kurse
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1 Kommentare zu "Dax-Umfrage: Jahresendrally? Diese drei Termine sind entscheidend"

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  • Es gibt genau eine Entscheidung die das Börsenbarometer beflügeln kann.

    Merkel muss weg und ein Trump muss her.

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