Dax-Umfrage
„Rally ist noch jung“

Die Stimmung unter den Anlegern ist deutlich optimistischer geworden. Doch von einer gefährlichen Euphorie kann noch keine Rede sein, zeigt eine exklusive Analyse. Bald dürfte es aber zu Käufen aus der Not heraus kommen.
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Vor einer Woche kehrten die Euphorie und die Zuversicht der Teilnehmer an der Handelsblatt-Umfrage zur Börsenstimmung auf ein vernünftiges Niveau zurück. „Das war eine heilsame Verschnaufpause und die Basis für den kräftigen Kursanstieg in dieser Woche“, meint Stephan Heibel, der wöchentlich die Ergebnisse der Umfrage analysiert. Der Dax ist in der vergangenen Woche um 1,8 Prozent auf 9.732,55 Punkte angesprungen.

Heilsame Verschnaufpause deshalb, weil bei Sentiment-Betrachtungen Euphorie meist als Kontraindikator gilt. Ist die Zuversicht zu hoch, sind die meisten Anleger bereits investiert. Und dann fehlen die Käufer, damit die Rally weiterlaufen kann.

Die Stimmung unter den Teilnehmern ist nun deutlich mehr „bullish“ geworden, denn auch die Umfrage des Analysehauses animusX unter der Regie von Heibel hat entsprechende Signale aufgezeichnet. Die Investitionsquote ist leicht angestiegen und die Shortquote – also der Anteil der Anleger, die auf fallende Kurse gesetzt haben – war rückläufig. „Doch von Euphorie kann noch lange keine Rede sein“, meint Heibel. Dazu sei die Erwartungshaltung der Anleger zu moderat.

Denn auf die Frage, welche Börsenentwicklung in drei Monaten erwartet wird, gab es eine Veränderung. Den Großteil der Jahresendrally haben wir gesehen, sagt mit 65 Prozent die deutliche Mehrzahl der Abstimmungsteilnehmer. Nur jeder Dritte erwartet weiter steigende Kurse in drei Monaten.

Infografik

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„Das ist ein deutlicher Stimmungswechsel zur Vorwoche, als noch die Mehrzahl die aktuelle Bewegung als Seitwärtsbewegung interpretierte und an Kursgewinne in der Zukunft glaubte“, erläutert der Börsenexperte.

Seiner Meinung nach kann die angelaufene Rally noch ein wenig weiterlaufen. Denn nach dem überraschenden Start in der vergangenen Woche dürften nunmehr noch einige neutral positionierte Anleger den Kursen hinterherlaufen und damit kurstreibend wirken.

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Selbstgefälligkeit der Anleger steigt

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  • Es ist zum Mäusemelken...der Deutsche verleiht sein Geld jedem (Firma, Staat etc.), der ihm hohe Zinsen verspricht. Sind diese mikroskopisch, macht er nicht das naheliegende und vernünftige: Zinsen durch Dividenden zu ersetzen. Die sind auch kein Versprechen, sondern der Aktionär entscheidet über diese selber mit via HV.

    Soviel zum Thema Grundwissen und Verdienst. Kursgewinne sind richtigerweise kein Verdienst, sondern genau das: Gewinne - kann klappen oder nicht. Ich sage immer: Kursgewinne sind willkommen. Aber werden nur realisiert, wenn mit dem dann zur Verfügung stehenden Kapital eine höhere absolute Dividende vereinnahmt werden kann als vorher.

    Diese Dividenden werden dann diversifiziert in ETF´s gespart. Wenn sich dort ein schöner Kursgewinn ergeben hat, werden davon wieder Dividendenaktien gekauft. Anleihen erst wieder bei +5% Rendite.

    So geht das!

  • Im DAX stagnieren wir seit Jahresanfang.Für wie dumm halten Sie uns?

  • Ja,ja,bla,bla.

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