Dax-Umfrage
„Unsichere Hände wurden aus dem Markt getrieben“

„Es droht ein kurzer und heftiger Ausverkauf“ – mit dieser Einschätzung lag das Handelsblatt Dax-Sentiment vor einer Woche richtig. Dieser Kursrutsch am Donnerstag letzter Woche sorgt nun für eine überraschende Prognose.
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DüsseldorfAm vergangenen Donnerstag verkündete EZB-Chef Mario Draghi überraschend keine konkreten Maßnahmen in Sachen Anleihekäufe. Binnen weniger Minuten rauschte der Dax um 1,9 Prozent hinunter.

Exakt diesen Sachverhalt hatte das Dax-Sentiment am vergangenen Montag prognostiziert. Unter dem Titel „Es droht ein kurzer und heftiger Ausverkauf“ war dort zu lesen „... es könnte zu einer panischen Reaktion kommen, die einen kurzen und heftigen Ausverkauf zur Folge hat ...“.

Danach – auch das gaben die Sentimentzahlen her – erfolgten umgehend Käufe von Anlegern, die auf diese Einstiegsgelegenheit gewartet hatten. So nahm der Dax bereits am nächsten Tag, am Freitagvormittag vergangener Woche; wieder Fahrt in die Gegenrichtung auf, um schließlich verstärkt durch gute US-Arbeitsmarktdaten die Woche auf einem neuen Allzeithoch zu beenden.

Für Stephan Heibel vom Analysehaus AnimusX ist dies ein weiteres klares Zeichen, dass „Investoren bei ihrer Investitionsentscheidung auch die Stimmung an den Börsen berücksichtigen sollten“.

Jede Woche ermitteln Handelsblatt Online und das AnimusX-Team in einer Umfrage unter Anlegern die Börsenstimmung. Die Umfrage ist ein Indiz dafür, ob die Märkte weiter steigen oder eher nicht. Grob vereinfacht lassen sich die Ergebnisse so interpretieren: Gibt es zu viele Pessimisten, steigen die Kurse. Gibt es zu viele Optimisten fallen die Kurse.

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Der Hintergrund: Je euphorischer die Stimmung an den Börsen wird und je mehr Anleger bereits investiert sind, desto weniger Anlegergeld ist für weitere Kurssteigerungen vorhanden. Bei einer schlechten Börsenstimmung hingegen halten viele Anleger ihr Bargeld zurück. Dann gibt es also Potenzial für steigende Kurse, sobald sie wieder investieren.

Und wie lautet die Prognose für diese Handelswoche? „Die Chancen für eine Fortsetzung der Rally stehen gut“, meint Heibel. Denn durch den kurzen und heftigen Ausverkauf wurden die Privatanleger aus ihren Positionen getrieben, die Institutionellen griffen schnell zu und sorgten für eine Rally. „Diesmal könnten die Kurse durch Privatanleger getrieben werden, die nun wieder versuchen, ihre unter Panik verkauften Positionen zurückzukaufen“, sagt der Börsenexperte.

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Anleger werden pessimistischer

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  • Die Maschinen der Mächtigen sind auf immerwährenden Gewinn programmiert.
    Das ist Abverkauf mit System während der Kleinanleger auf die Jahresendrally hofft und Calls kauft.
    Deshalb ist der Call das meistgehandelte Derivat aber die Kleinanleger verstehen nie wie die Wetten der big Player laufen.
    Dabei war es noch nie so einfach an der Börse Geld zu verdienen.

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