Dax-Umfrage Pessimismus vor den Sommer-Kapriolen

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Wie sich die Kauflaune entwickelt
Von Vapiano bis Hellofresh
Vapiano
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Italienische Küche nach dem sogenannten Fast-Casual-Prinzip – das ist Vapiano. In der Branche der Systemgastronomie gehörte das Unternehmen aus Hamburg viele Jahre zu den am schnellsten wachsenden Vertretern. Inzwischen gibt es 180 Restaurants in 31 Ländern. Das Unternehmen ist jedoch nicht frei von Kritik und musste sich bereits mit Vorwürfen zu manipulierten Arbeitszeiten und der Verwendung abgelaufener Lebensmittel befassen.

Erstnotiz: 27. Juni

Zeichnungsfrist: 15. bis 26. Juni

Preisspanne: 21 bis 27 Euro

Emissionsvolumen: bis zu 200 Millionen Euro, davon 85 Millionen Euro aus Kapitalerhöhung

Börsenwert: 512 bis 634 Millionen Euro

Begleitende Banken: Barclays, Jefferies, Berenberg

Eigentümer: Mayfair/Familie Herz (44 Prozent), Firmengründer Gregor Gerlach (30 Prozent), Wella-Erben Hans-Joachim und Gisa Sander (25 Prozent)

Quellen: Reuters/Angaben der Unternehmen, Informationen aus Finanzkreisen und Medienberichte

Delivery Hero
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Wer Essen online bestellt, kommt an Delivery Hero nur noch schwer vorbei. Das internationale Netzwerk umfasst die auf dem deutschen Markt bekannten und tätigen Bestellplattformen Pizza.de, Lieferheld und Foodora. Aber auch in 32 weiteren Ländern wie Brasilien, Indien, Australien und den Vereinigten Arabischen Emiraten ist die Aktiengesellschaft vertreten.

Erstnotiz: 30. Juni

Zeichnungsfrist: 20. bis 28. Juni

Preisspanne: 22 bis 25,50 Euro

Emissionsvolumen: bis zu 996 Millionen Euro, davon rund 450 Millionen Euro aus Kapitalerhöhung

Börsenwert: 3,8 bis 4,4 Milliarden Euro

Begleitende Banken: Citi, Goldman Sachs und Morgan Stanley

Eigentümer: Rocket Internet (35 Prozent), Naspers (10 Prozent) und weitere Investoren

Noratis
3 von 10

Der Wohnimmobilieninvestor aus Eschborn sieht den boomenden Immobilienmarkt als Chance für einen Börsengang. Noratis sucht man in den Metropolen vergebens. Der Investor konzentriert sich nämlich auf sogenannte B- und C-Städte und kauft dort Wohnung mit „Entwicklungspotenzial“. Die Immobilien werden anschließend bautechnisch und energetisch aufgewertet und wieder verkauft.

Erstnotiz: 30. Juni

Zeichnungsfrist: 21. bis 27. Juni

Preisspanne: 18,75 bis 22,75 Euro

Emissionsvolumen: 45,5 Millionen Euro plus Greenshoe

Börsenwert: bis zu 91 Millionen Euro

Begleitende Bank: ICF Bank

Eigentümer: Firmengründer Oliver Smits, IA Hansahold und Vorstandschef Christian Bugarski

JOST-Werke
4 von 10

Auch der Lkw-Zulieferer aus Neu-Isenburg strebt an die Börse. Noch vor wenigen Jahren konnte eine Pleite des Herstellers von Anhängerkupplungen und Hydrauliksystemen nur knapp abgewendet werden. Seitdem geht es bei Jost aber wieder bergauf. Das Unternehmen beschäftigt 2.500 Menschen und hat Vertriebs- und Fertigungsstätten in 18 Ländern.

Erstnotiz: im Juli erwartet

Emissionsvolumen: offen

Börsenwert: bis zu 800 Millionen Euro (erwartet)

Begleitende Banken: JPMorgan, Deutsche Bank, Commerzbank (erwartet)

Eigentümer: Cinven (64 Prozent)

Befesa
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Die Unternehmensgruppe, die noch bis 2013 zum kriselnden spanischen Mischkonzern Abengoa gehörte, ist im Bereich des Recyclings von Metallen sowie der Gewinnung und Vermarktung von Wasser tätig. In Duisburg findet sich neben der Befesa Steel Services GmbH auch die Befesa Zinc GmbH. Die Befesa Salzschlacke GmbH ist wiederum in Hannover beheimatet.

Erstnotiz: im Juli erwartet

Emissionsvolumen: 450 bis 500 Millionen Euro, davon 100 Millionen Euro aus Kapitalerhöhung

Börsenwert: 1,0 bis 1,2 Milliarden Euro

Begleitende Banken: Goldman Sachs, Citi

Eigentümer: Triton (Finanzinvestor)

HelloFresh
6 von 10

Seit 2011 ist das deutsche Unternehmen mit seinen Kochboxen auf dem Markt. Verbraucher können Pakete bestellen, in denen vorbereitete Zutaten mit einem Rezept enthalten sind. Von Geschäftsjahr zu Geschäftsjahr wurden sowohl Umsatz als auch Verlust vervielfacht. Ein für 2015 geplanter Börsengang wurde einst auf unbestimmte Zeit verschoben.

Erstnotiz: im Herbst möglich

Emissionsvolumen: offen

Börsenwert: rund zwei Milliarden Euro

Begleitende Banken: Morgan Stanley, JPMorgan, Deutsche Bank

Eigentümer: Rocket Internet (53 Prozent), weitere Risikokapital-Investoren

Novomatic
7 von 10

Der Glücksspielkonzern aus Österreich betreibt Spielbanken, elektronische Casinos, Sportwettlokale und vermietet Glücksspielgeräte, die unter anderem auch selbst entwickelt werden. Die Aktiengesellschaft ist in 80 Staaten der Welt tätig und verfügt über zahlreiche Tochterunternehmen, darunter die Admiral Sportwetten GmbH.

Erstnotiz: im Herbst geplant

Emissionsvolumen: bis zu 1,8 Milliarden Euro

Börsenwert: sechs Milliarden Euro

Begleitende Banken: Bank of America Merrill Lynch, Credit Suisse

Eigentümer: Familie von Firmengründer Johann Graf

Nur noch 15 Prozent der Befragten gehen in der aktuellen Umfragen von einem Aufwärtsimpuls aus – 14 Prozentpunkte weniger als in der Vorwoche. Stattdessen betrachten jetzt mit 42 Prozent die meisten Anleger die aktuelle Dax-Entwicklung als Seitwärtsbewegung. Acht Prozentpunkte mehr als in der Vorwoche. Immerhin zwölf Prozent (plus acht Prozent) wollen schon einen Abwärtsimpuls erkennen. Die Stimmung ist also neutral.

In welcher Zyklusphase befinden sich die Märkte Ihrer Meinung nach aktuell?


Das könnte auch daran liegen, dass die Selbstzufriedenheit der Anleger deutliche Kratzer erhalten hat: Nur noch gut die Hälfte der Befragten (51 Prozent) gab an, die Dax-Entwicklung der vergangenen Woche so oder zum größten Teil erwartet zu haben. Vor Wochenfrist behaupteten das noch 61 Prozent von sich. Nur noch zehn Prozent (minus drei Prozentpunkte) haben voll und ganz richtig spekuliert. Dagegen wurden die Erwartungen von 29 Prozent (plus neun Prozentpunkte) kaum erfüllt und weitere zehn Prozent (plus vier Prozentpunkte) wurden gar auf dem falschen Fuß erwischt.

Da verwundert es nicht, dass die Befragten wieder pessimistischer sind: Jeweils 33 Prozent rechnen mit einer Seitwärtsbewegung oder fallenden Preisen. Dahingegen erwarten nur noch 20 Prozent (minus vier Prozentpunkte) für den Dax in drei Monaten steigende Preise.

Haben sich Ihre Erwartungen zum Dax in der vergangenen Woche erfüllt?


Trübe Aussichten, die sich auch auf die Kauflaune auswirken: Nur 14 Prozent der Befragten sagen, dass sie in den kommenden zwei Wochen ihre Aktienposten aufstocken wollen. Vor einer Woche waren es noch 19 Prozent gewesen. Die Zahl derer, die ihre Aktien verkaufen wollen, ist von 18 auf 23 Prozent gestiegen. Der deutlich überwiegende Teil (63 Prozent) will jedoch vorerst weiter abwarten.

Das Sentiment der Stuttgarter Börse Euwax hat sich in der vergangenen Woche kaum verändert und notiert im neutralen Bereich. Der Privatanleger-Index basiert auf dem realen Handel mit Hebelprodukten auf den Dax und spiegelt das Verhalten von Privatanlegern wider. Die Entwicklung des Wertes zeigt, dass die Anleger sich weder bullisch noch bärisch positioniert haben.

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