Defensive Energie-, Pharma- und Tabakwerte bleiben trotz anziehender Konjunktur die Favoriten für das Depot
Aktienstrategen gehen auf Sicherheit

Die Strategie ist plausibel, hat aber Tücken: Wenn es an der Börse monatelang mit den Kursen nach oben geht, raten Aktienstrategen gewöhnlich zu einer Umschichtung des Depots: defensive Werte raus, offensive Werte rein.

FRANKFURT/M. Doch defensive oder konjunkturunabhängige Werte wie Energietitel oder Versorgeraktien versprechen auch zu Hausse-Zeiten gute Chancen – und sind in diesem Jahr bereits gut gelaufen. „Grundsätzlich sollte der Anleger defensive Werte in einem Bullenmarkt natürlich untergewichten, nur eben nicht alle“, sagt Lars Kreckel, Aktienstratege von Commerzbank Securities in London.

Hauptgrund für die Nachfrage nach defensiven Werten: Im vergangenen Jahr kehrten zuerst die spekulativ veranlagten Investoren an den Aktienmarkt zurück. Nun steigen in einem zweiten Schritt auch große konservative Anleger wie Pensionsfonds und Versicherungen wieder ein. Diese haben in drei Jahren der Börsenbaisse ihren Aktienanteil sehr weit zurückgefahren und suchen nun gerade Substanz- und Standardwerte. Dabei wird speziell die Zeit zu Jahresanfang für Umschichtungen genutzt. Ein Trend lässt sich bereits absehen. Die Experten von ABN Amro stellten in den letzten zwei Monaten fest, dass sich defensive Werte wie Konsum- oder Versorgeraktien besser entwickelten als zyklische oder offensive Titel, die von einem Wirtschaftsaufschwung massiv profitieren.

„Ein Teil dieses Trends ist zwar schon vorbei, viele Investoren sind aber noch immer dabei, ihre Quoten zu erhöhen“, sagt Commerzbank-Experte Kreckel. Er rät deshalb speziell zu den Branchen Energie, Pharma sowie Waren und Dienstleistungen.

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