Depot-Contest
„Das Risiko eines Grexit ist Null“

Die Griechen pokern so lange sie können, werden letztlich aber einlenken, sind Vermögensverwalter überzeugt. Den Dax dürfte der Streit daher mittelfristig wenig stören. Für Anleger könnte sich der Einstieg lohnen.
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Die Zukunft Griechenlands steht weiter auf der Kippe. Einen Kompromiss der Euro-Gruppe, dem Land eine gewisse Flexibilität beim Schuldendienst zu gewähren, hatte Finanzminister Giannis Varoufakis noch am Montag als „inakzeptabel“ zurückgewiesen. Erst am späten Dienstagabend signalisierte Athen ein Einlenken. Man wolle die EU-Hilfen noch am Mittwoch verlängern, hieß es plötzlich. Doch passiert ist bislang nichts. Sollte Griechenland nicht binnen dieser Woche einlenken, dürfte Athen schon bald das Geld ausgehen.

Bis zuletzt schienen die Verhandlungspartner auf der jeweiligen Position zu verharren – jeder wog sich in einer guten Verhandlungsposition. Die Teilnehmer des Depot-Contest der Münchner DAB Bank können diese Taktik nachvollziehen. „Eine zu nachgiebiges Verhalten der EU könnte dazu führen, dass andere Peripheriestaaten sich Griechenland als Vorbild nehmen und ihr Reformprogramm ebenfalls neu verhandeln wollen“, sagt etwa Stephan Pilz von der Vermögensverwaltung Sand & Schott.

„Die Euro-Gruppe sitzt am langen Hebel und wird dies letztlich auch ausspielen“, meint auch Michael Dutz von Adlatus. Nach dem Motto „Wer zahlt, bestimmt, welche Musik gespielt wird“, würden zwar kleine Forderungen der Griechen erfüllt werden, „die Reformen bleiben aber unumgänglich.“ Die griechische Regierung werde dagegen „nur so lange hart bleiben können, bis der Geldhahn der EU zugedreht ist.“

Die Wahrscheinlichkeit eines Grexit sieht der Experte bei Null: „Es ist zu viel Geld geflossen und zu viel Energie aufgewendet worden, um jetzt umzukehren“, so Dutz. Auch die geopolitische Bedeutung Griechenlands in Richtung Nordafrika und den Nahen Osten ist laut dem Anlageexperten von großer Bedeutung. „Diese Region aufzugeben oder sie Russland oder China zu überlassen, wäre völlig unverständlich“.

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  • Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) tagt am Mittwochnachmittag in Frankfurt und berät über einen neuen Antrag der griechischen Notenbank, das Volumen an Not-Liquiditätshilfen (Ela, Emergency Liquidity Assistance) nochmals zu erhöhen. In der vergangenen Woche hatte der EZB-Rat zugestimmt, das Ela-Volumen für Griechenland um 5 auf 65 Milliarden Euro zu erhöhen. Noch liegt kein Ergebnis der Sitzung vor.

  • Und dann bei Dax 15.000 werden Sie schwach und denken sich, wäre ich doch damals Anfang 2015 nur eingestiegen...

  • Das wissen längst alle, es wird so einfach und schnell das Geld an den Börsen gemacht, weil es gibt immer Hilfen sollten sie sich verzocken. Herr Draghi und die EZB zahlen immer. Es wird gekauft, weil man sonst nirgends noch was bekommt für sein Geld. Jeder will dabei sein und daher steigt der Dax immer weiter. Risiken sind abdeckt, man kann nur gewinnen. Ausserdem funktioniert die Börse sowieso nur noch auf Computerbasis und die kennen keine Gefühle/Angst. Man muss nur abwarten bis Herr Schäuble wieder die guten Nachrichten zur Rettung von Griechenland egal wie sie aussieht verkündet.
    Wenn sie mal unsere Krankenhäuser so retten würden, dort schaut es nämlich schlecht aus. Wir hatten das alles bereits, als die Immoblienkredite manipuliert wurden. Aber der Finanzmarkt wird nicht kontrolliert, sonst würde wohl auffallen das es regelmässig weiterhin Daxkurse gibt, die man auf der Anzeigentafel nicht findet.

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