Depot-Contest
Dax unter 7.000? Kein Grund zur Panik!

Der Dax rauscht zeitweise unter die Marke von 7.000 Punkten, doch die Profis bleiben gelassen. Hohe Schwankungen, kräftige Kursrücksetzer – das ist die neue Normalität an der Börse. Mutige Verwalter steigen jetzt ein.
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DüsseldorfDie viel zitierte „psychologisch wichtige Marke“ fiel am Freitagvormittag: Der Dax rutschte unter die Marke von 7.000 Punkten. Mehr als 400 Punkte hat der Standardwerte-Index binnen weniger Wochen verloren. Doch die Profis bleiben relativ gelassen. „Mich beunruhigt das nicht allzu sehr“, sagt Nils Petersen von der TOP Vermögensverwaltung. „Auf solche Marken schauen vor allem die Privatanleger, weniger die Institutionellen.“ Allerdings räumt er ein, dass beim Durchbrechen solcher Marken häufig automatische Stop-Loss-Orders ausgelöst würden und so den Abwärtssog verstärken könnten. „Das scheint heute nicht passiert zu sein, denn der Dax pendelt um die 7.000 Punkte“, ergänzt er.

Auch Jan Lintermann macht sich keine allzu großen Sorgen: „Wir bleiben gelassen“, sagt der Experte von der Vermögensverwaltung Albrech & Cie. „Der Dax hat in den vergangenen Wochen sechs Prozent verloren, das sind  keine ungewöhnlichen Schwankungen.“ Er rechnet damit, dass die Aktienmärkte noch Monate, vielleicht sogar Jahre sehr volatil sein werden.

Das Auf und Ab an den Börsen bleibt Anlegern also auch weiterhin nicht erspart. Trotzdem sind die Vermögensverwalter sehr optimistisch, wenn es um Aktien geht. Auch wenn die aktuelle Situation angesichts der Haushaltsprobleme in den USA, die europäische Schuldenkrise und der Konflikt im Nahen Osten sehr angespannt ist. „Grundsätzlich sind wir sehr positiv für Aktien gestimmt“, sagt Petersen. „Aktien sind relativ günstig bewertet.“

Die Experten von Albrech & Cie sehen für das kommende Jahre auch aufgrund der negativen Realzinsen an den Anleihemärkten ein deutliches Aufwärtspotenzial bei unterbewerteten Qualitätsaktien. „Langfristig orientierte Anleger sollten Kursrücksetzer nutzen, um in Etappen zuzukaufen“, rät Lintermann. Die Kölner Vermögensverwalter achten bei der Aktienauswahl vor allem auf eine hohe operative Marge. „Sie sollte konstant sein oder besser sogar über Jahre gestiegen sein“, sagt Lintermann. „Unternehmen müssen profitabel sein.“ Idealerweise sind sie auch noch gering verschuldet.

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