Depot-Contest
Der (un-)gefährliche Sommer

In der Urlaubszeit sollte es an der Börse eigentlich etwas ruhiger zugehen. Doch gerade im Sommer ist die Finanzkrise in den vergangenen Jahren immer wieder neu entflammt. Droht Gefahr? Was Anlageexperten erwarten.
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DüsseldorfDroht Börsianern ein heißer Spätsommer? Glaubt man dem ehemaligen Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank (EZB), Jürgen Stark, dann könnten die kommenden Wochen und Monate turbulent werden. Er warnt vor schweren Rückschlagen in der Euro-Schuldenkrise.

„Ich glaube, die Krise wird sich im Spätherbst zuspitzen. Wir werden in eine neue Phase der Krisenbewältigung eintreten“, sagte Stark jüngst dem Handelsblatt. Nach der Bundestagswahl werde Frankreich den Druck auf die EZB und Deutschland erhöhen. Das Staatsanleihekaufprogramm OMT solle eigentlich in Spanien und Italien zum Einsatz kommen. „Aber der Druck wird enorm werden, das Instrument auch in Frankreich einzusetzen. Und zwar ohne, dass sich das Land unter den Rettungsschirm begeben muss“, sagte Stark.

Auch der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael Hüther, sieht erhebliche wirtschaftliche Probleme in Frankreich, rechnet aber nicht damit, dass diese zu einer erneuten Zuspitzung der Euro-Schuldenkrise führen könnten.

Ob nun Stark oder Hüther Recht behalten, Börsianer werden gespannt nach Frankreich und Brüssel blicken. In den vergangenen Monaten reichten oft kleinste Negativmeldungen für größere Kursrücksetzer. Die Nervosität der Börsianer ist noch immer zu spüren, auch wenn die Aktienkurse zuletzt wieder kräftig zulegten.

Die meisten Geldanlage-Profis sind allerdings eher gelassen. „Wir erwarten keine erneute Zuspitzung der Euro-Krise, schließen aber stärkere Schwankungen an den Märkten nicht aus“, sagt Bernd Linke von der Hoppe Vermögensbetreuung, der beim Depot-Contest der DAB Bank in den Kategorien „Sicherheit“ und „Ausgewogen“ antritt. „Eine deutliche Korrektur erwarten wir in den kommenden Wochen aber nicht.“

Sein Kollege Kirk Ewald sieht das ähnlich: „Natürlich gibt es treffliche Argumente für beide Positionen und wir werden sehen, welche Argumente letztendlich zum Tragen kommen“, sagt der Experte von Geneon Vermögensmanagement. „Grundsätzlich sind wir immer in Alarmbereitschaft, auch wenn an den Märkten aktuell eitel Sonnenschein herrscht.“ Ewald ist derzeit aber eher optimistisch und fährt in den Depots seiner Kunden die höchst mögliche Aktienquote. Ebenso wie beim Depot-Contest, bei dem er sich in den Kategorien „Ausgewogen“ und „Sicherheit“ mit seinen Wettbewerbern misst.

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  • Was darf man denn unter "starken" Schwankungen verstehen, wenn kein wesentlicher Indexrückgang gemeint ist?! Sind 100 Punkte eine starke Schwankung? Oder sind 10 Prozent kein wesentlicher Rückgang? Wie kommen solche Veränderungen bei der Anlegerschaft an? Was bewirken Sie? Wodurch werden sei ausgelöst und wie werden sie gedeutet, wenn es denn so kommt?
    Wenn denn kein Experte einen Grund sieht warum es denn am Markt nach unten gehen sollte, dann sollten wir anfangen aufzupassen. Bisher hat noch kein Experte wesentliche Ver-
    änderungen vorhersagen können! Das "Unerwartete" kommt immer "unverhofft" und hat bisher immer die meisten auf dem falschen Fuß erwischt. Und ich persönlich habe keine Lust mehr, jeden Tag nur noch hübsche, steigende Kurse zu sehen. Das ist nicht mehr interessant! Das kann ja im Moment sowieso Jeder,... ist ja ohnehin alternativlos!

  • Guten morgen Schreiberlinge!

    Bei Euren berühmt-berüchtigten Börsenspielen hat aber der Teilnehmer OmaOpaToterOpaToteOma24754202334755 innerhalb von 6 Monaten das Startkapital verdreifacht.

    Seltsam, dass Börsenprofis in der gleichen Zeit nur 19% geschafft haben.

    Ich geb Euch mal einen Tipp: Anzahl der Accounts.

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