Depot-Contest
Hohe Aktienquoten führen zum Sieg

Vermögensverwalter blicken auf ein schwieriges Jahr 2015 zurück. Wo die größten Herausforderungen lauerten, was schief lief und welche Strategien beim Depot-Contest der Münchener DAB Bank zum Sieg führten.

DüsseldorfStark schwankende Aktienmärkte sind mittlerweile eher die Regel denn die Ausnahme. Und auch an den Anleihemärkten war im vergangenen Jahr einiges los. Man denke nur an die Kapriolen, die die zehnjährige Bundesleihe im vergangenen Frühjahr schlug – einmal Nullrendite und zurück. „Das Jahr 2015 war keins für schwache Nerven“, sagt Max Schott von der Vermögensverwaltung Sand & Schott.

Anlageprofis stellt dieses Marktumfeld immer wieder vor Herausforderungen. Und denen mussten sich auch die Teilnehmer des Depot-Contest des Münchener DAB Bank stellen, den das Handelsblatt als Medienpartner begleitet. Ein Jahr lang messen sie sich in den Kategorien Sicherheit, Ausgewogen und Chance.

Die Sieger führte vor allem ihre hohe, mitunter je nach Kategorie maximal erlaubte Aktienquote von fast 50 Prozent zum Erfolg. Sand & Schott setzen vor allem auf qualitativ hochwertige Dividendentitel. „Diese Dividendenaktien bieten neben attraktiven laufenden Einnahmen oftmals auch eine überdurchschnittliche Kursentwicklung und weisen gerade in schwierigen Aktienmarktphasen Stabilität und geringere Schwankungen auf“, sagt Schott. Mit einem Plus von 12,2 Prozent landeten die Stuttgarter auf dem zweiten Platz in der Kategorie Chance.

Noch besser schnitt Partners Vermögensmanagement mit einem Plus von rund 13 Prozent ab, die ebenfalls auf ausgewählte Standardwerte mit guter Dividendenrendite setzten. „Die größte Herausforderung bestand primär darin, bei den kräftigen Schwankungen ruhig zu bleiben“, sagt Anlageprofi Burkhard Wagner. Auch in der Kategorie Sicherheit hatten Wagner und sein Team die Nase vorn.

Vor allem im ersten Quartal brachten Aktien üppige Renditen und die Stimmung an den Märkten war fast schon euphorisch. Ernst Heemann hat sich davon nicht anstecken lassen. „Wir haben stets darauf geachtet, bei unseren Tradings unserer Strategie treu zu bleiben und keine unkontrollierten Investments zu tätigen“, sagt der Experte der Heemann Vermögensverwaltung, mit fast 14 Prozent Rendite Erstplatzierte in der Kategorie Ausgewogen.

Auch Nils Petersen hat die maximal mögliche Aktienquote von 50 Prozent im ausgewogenen Depot voll ausgenutzt. „Allerdings haben wir nicht auf steigende Aktienmärkte gesetzt, sondern sind von fallenden Märkten ausgegangen“, sagt der Experte der Top Vermögensverwaltung. „Die größte Herausforderung war eigentlich, den Punkt zu finden, an dem wir den Wechsel aus den Short-Positionen in die Long-Position vornehmen konnten. Da wir Langfristinvestoren sind, war es zum einen schwierig überhaupt gegen den Aktienmarkt zu handeln und dann auch noch den möglichst besten Zeitpunkt zu finden, um wieder auf steigende Kurse zu setzen.“ Doch das hat gut funktioniert: Platz zwei der Kategorie Ausgewogen und Platz drei mit dem sicherheitsorientierten Depot.

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Hohe Aktienquoten führen zum Sieg

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Rentenmärkte kosteten Nerven und Performance

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