Depot-Contest: Hohe Rendite, geringer Schwitzfaktor

Depot-Contest
Hohe Rendite, geringer Schwitzfaktor

Geldanlage ist nichts für schwache Nerven. Wer sich damit nicht wohlfühlt, vertraut sein Geld einem Profi an. Doch welche Strategie verfolgen die Vermögensverwalter? Und wer fährt die höchsten Gewinne ein?

DüsseldorfKeine Chancen ohne Risiko – dieses eherne Gesetz der Geldanlage müsste auf der Visitenkarte jedes Vermögensverwalters stehen. Wer an der Börse hohe Gewinne einfahren will, braucht starke Nerven. Doch genau die haben viele Anleger nicht.

Die Anlageprofis sollen helfen, diese Barriere zu überwinden und den richtigen Rendite-Risiko-Mix für ihre Kunden zu finden – das nötige Kleingeld vorausgesetzt. Doch welche Strategie verfolgen die einzelnen Vermögensverwalter? Wer fährt die höchsten Gewinne ein? Und vor allem: Wie hoch ist der Nervenkitzel?

Einblick in ihre Arbeit gewähren die Profis beim Depot-Contest der DAB Bank. 30 Vermögensverwalter sind im vergangenen  Jahr in drei Kategorien gegeneinander angetreten. Jetzt stehen die Sieger fest: Die höchste Rendite im Jahr 2012 fuhr Arne Sand ein. Allerdings blieb der Geschäftsführer der Vermögensverwaltung Sand & Schott hinter dem Dax zurück. „Man könnte natürlich sagen, dass ein Plus von 15,46 Prozent wenig beeindruckend ist, schließlich hat der Dax im vergangenen Jahr 28 Prozent zugelegt“, sagt Arne Sand. „Aber bei unserem Depot war der Schwitzfaktor sehr viel geringer.“

Damit meint er den sogenannten Drawdown, also den größten Kursrücksetzer. Bei dieser Kennzahl schlägt das Portfolio von Sand & Schott den deutschen Standardwerte-Index nämlich ganz klar: Während der Dax zwischenzeitlich um mehr als 16 Prozent einbrach, ging es mit dem chancenorientierten Depot der Vermögensverwalter weniger als sieben Prozent abwärts.

Und das ist auch der Grund, warum Sand & Schott den ersten Platz vor der Adlatus Aktiengesellschaft belegt. Das Adlatus-Depot hat zwar mit 16,63 Prozent etwas stärker zugelegt, der Drawdown ist mit 11,45 Prozent aber größer.

Sand & Schott setzt auf Aktien mit hoher Ausschüttung. „Für die Auswahl der Titel ist aber nicht nur die aktuelle Dividendenrendite wichtig, sondern entscheidend ist, ob diese Dividende auch in Zukunft noch gezahlt oder sogar gesteigert werden kann.“ Für diese Einschätzung ist ein hoher und stabiler Cash-Flow im Unternehmen unerlässlich, also ein freier Bargeldfluss, der unter anderem für Dividendenzahlungen verwendet werden kann. Investitionen in Aktien wie die Deutsche Telekom, die ihre Dividende zum großen Teil aus der Substanz und nicht aus den laufenden Einnahmen zahlen, vermeidet Sand.

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