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Jahresendrally abgesagt?

Die Börsen laufen und laufen. Der Dax hat seit Jahresbeginn fast 20 Prozent zugelegt. Prominente Börsianer wie Dirk Müller warnen aber bereits vor einer Korrektur. Auch bei Vermögensverwaltern wächst die Skepsis.
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Weihnachtsgeschenke vor der Dax-Kurve: Fällt die Bescherung an der Börse dieses Jahr aus? Quelle: Reuters

Weihnachtsgeschenke vor der Dax-Kurve: Fällt die Bescherung an der Börse dieses Jahr aus?

(Foto: Reuters)

DüsseldorfDie warnenden Worte werden immer lauter: Der an den Börsen viel beachtete US-Starinvestor Carl Icahn warnte jüngst sogar vor einem Börsencrash. Der 77-jährige Milliardär sieht deutliche Anzeichen für eine Blase, die zerplatzen könnte. „Ich will es mal ganz einfach so sagen, viele Zahlen sind eine Fata Morgana“, mahnte Icahn. „Sie beruhen nicht darauf, dass die Firmen gut geführt werden, sondern sie werden von den niedrigen Kreditzinsen befeuert.“  Deutliche Worte, mit denen sich Icahn gegen andere Börsen-Auguren stellt, die Aktien in Zeiten von Niedrigzinsen weiter als lukrativste Anlage ansehen.

Auch hierzulande melden sich die Kritiker zu Wort, allen voran Deutschlands Börsenpromi Nummer eins. Dirk Müller alias Mr. Dax sagt: „Wir brauchen dringend eine Dax-Korrektur.“ Klingt fast so, als sei die Jahresendrally abgesagt.

Die Skepsis wächst auch bei Vermögensverwaltern wie Stefan Grommer. „Wir sind derzeit sehr besorgt über die mittlerweile zweijährige Ausweitung der Bewertung der Aktienmärkte durch Kursanstiege“, sagt der Experte von Plückthun Asset Management. Insbesondere in Europa seien die Gewinne der Unternehmen sogar rückläufig gewesen, so dass die Bewertungsveränderungen hier noch vergrößert wurden. „Wir sind überzeugt, dass dieser Zustand nicht stabil bleiben kann und sich zukünftig ein Korrekturbedarf ergibt“, so Grommer.

Und die Jahresendrally? Abgesagt?  „Wissen wir nicht“, gibt er offen zu, wird dann aber doch konkreter: „Der Dax hat nur wenig Luft nach oben“, sagt der Plückthun-Experte. „Wir erwarten den Dax zum Jahresende tiefer als heute.“

Auch Michael Dutz vom Vermögensverwalter Adlatus erwartet keine steigenden Kurse, sondern eine Seitwärtstendenz. „Es ist sehr seltsam, dass zwar alle positiv für die Aktienzukunft sind, allerdings aktuell ein Horrorszenario gemalt wird“, sagt er. „Meine Meinung: Da wollen noch ein paar billig einsteigen, bevor die Rally weiter geht.“ Er rechnet damit, dass der Dax zum Jahresende bei 9.200 Punkten steht, also gut 100 Punkte niedriger als jetzt. Für die folgenden Monate ist Dutz deutlich optimistischer: „Bis Mai werden wir die 10.000 Punkte sehen.“   

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  • Momentan ist alles ins Gegenteil verdreht, aber das war vielleicht auch das Ziel. Wir werden zweifach (oder noch mehr) für dumm verkauft. Einmal, weil das internationale Großkapital (Banken, Versicherungen, Schattenbanken) im deutschen Supermarkt für Industriegüter (Kapital) für 20 - 30% billiger einkaufen kann als zu DM-Zeiten und weil unsere in Festgeld angelegte Altersvorsorge zur Zeit mit frisch gedrucktem Geld zurückgezahlt wird. Das ist eigentlich nicht die Idee dabei, wenn man auf Konsum verzichten und stattdessen etwas gespart hat. Dachte ich zumindest! Aber seit neuesten lasse ich auch die Puppen tanzen, und hau die Kohle nur so raus!

  • Wohin soll die Reise gehen? Wenn ich mich an der Vergangenheit orientiere, dann wird eine kleine Korrektur bis runter zum GD200 laufen und eine große Korrektur höchstens bis zum letzten Tief von 2009 bei ca. 4000 Punkten gehen. Vielleicht geht die große Korrektur auch nur bis zum Zwischentief von 2011 bei 5500 Punkten.
    Vermutlich ist das Ziel das Zwischentief. Zum einen, weil Korrekturen oft nicht so tief gehen, wie vorhergehende Korrekturen und zum zweiten, weil das Zwischentief einen recht markanten Punkt auf dem Weg nach unten darstellt.

    Das schönste Chartbild hätten wir, wenn wir jetzt bald eine kleine Korrektur bekommen würden, dann bis Mai einen Sprint an die 10.000 und dann zur großen Korrektur ansetzen.

  • Wohin soll die Reise gehen? Sie kennen doch den Spruch: Wer hoch steigt, fällt tief. Diesmal aber sehr tief.Ich bin kein Wahrsager und es steht auch nicht in den Sternen.
    Jeder normal denkende sollte es doch auch so sehen.siehe USA, Griechenland, Spanien, Portugal, Italien u.s.w. Nur Deutschland nicht - weil wir so fähige Politiker haben??

  • Also ich bin da auch gespannt. Denn wenn schlechte Nachrichten die Kurse nach oben treiben, dann wird der Markt verzerrt und man kann nur gespannt sein, wann die Blase pltzt.

    Bloß bis da hin sollte man die Welle reiten.

  • Es ist ein Dauerrennen ohne PIT-Stop! Es sind nicht die guten Nachrichten, die den Markt befeuern, sondern die schlechten und deren positive Auslegung. Schlechte Nachrichten sind gut für den Markt und gute sind dann eben noch besser. Es ist eben einfach alles nur noch gut für den Markt....und das ist eben das schlechte an der Situation. Die Notenbanken haben das zu verantworten, wissen das und können nun doch nicht mehr raus aus der Nummer. Sie müssen weiter zusehen,wie die Kurse inflationär steigen. Nichts tun und laufen lassen, denn der erste Zweifel an dieser Strategie, wäre schon der Anfang vom Ende! Und ich meine das Ende... Natürlich werden die Banken versuceh zu steuern und gegenzusteuern, aber das wird dann nicht mehr in dem Rahmen geschehen, wie wir das gewohnt sind und einzuschätzen glauben. Jeder Tag den wir weiter nach oben laufen, wird den Niedergang eher herbeisteuern und alles was wir jetzt als Gewinne in die Zukunft prognostizieren wird sich nicht nur in das Gegenteil verwandeln sondern wohl noch etwas unberechenbarer daherkommen, als wir glauben und hoffen. Das einzige was ich definitiv nicht weiß ist, wann es so kommt, aber wir werden nicht von Jahren reden...und das weiß jeder, der dabei ist.

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