Depot-Contest
Japanische Aktien gehören mit ins Depot

Auf der Suche nach mehr Rendite werden Anleger in Japan fündig. Unternehmen sind günstig bewertet und Vieles spricht dafür, dass der Aufwärtstrend an den Aktienmärkten anhält. Was Vermögensverwalter beimischen.
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DüsseldorfMit Japan ist das ja so eine Sache. Jahrelang war das Land in einer gefährlichen Deflations-Spirale gefangen, geringes Wachstum paarte sich mit rückläufigen Preisen und Zurückhaltung bei Investitionen und Konsum. Dann kam der neue Premier Shinzo Abê, der seit 2013 einen radikalen Kurswechsel eingeleitet hat. Die sogenannten Abenomics stützen sich auf drei Säulen: aggressive Geldpolitik, Konjunkturprogramme und Strukturreformen. Japan sollte wieder das Zugpferd der asiatischen Wirtschaft werden – so das langfristige Ziel.

Die Reformen – allen voran die ultraexpansive Geldpolitik – tragen Früchte. Preise ziehen an, die Japaner investieren und konsumieren wieder mehr, durch den billigen Yen werden japanische Güter in der Welt attraktiver. Auch wenn die jüngste Mehrwertsteuererhöhung als Mittel zum Kampf gegen die hohe Staatsverschuldung auf die Konjunktur drückt – für einige Teilnehmer des Depot-Contest der Münchner DAB-Bank gehören Investments in japanische Titel mittlerweile ins Portfolio.

„Bereits im letzten Jahr hat der japanische Aktienmarkt, gemessen am Nikkei 225, durch die Unterstützung der Notenbank um mehr als 50 Prozent zugelegt“, weiß zum Beispiel Bernd Linke von der Hoppe Vermögensbetreuung. „Nach Rückschlägen in der ersten Jahreshälfte 2014, ausgelöst durch eine deutliche Erhöhung der Verbrauchssteuer, setzt sich dieser Trend zuletzt wieder fort.“ Besonders kleinere und mittlere Unternehmen dürften von der wirtschaftlichen Erholung in Japan stark profitieren, glaubt der Experte.

Sowohl im sicheren als auch im ausgewogenen Depot hält Linke daher den BGF Japan Small & Midcap Opportunities Fonds beigemischt, der vor allem über die vergangenen sechs Monate stark zugelegt hat. Mit dem Fonds könnten Linke zufolge Anleger von den Entwicklungen in Japan profitieren, ohne dabei einem Währungsrisiko ausgesetzt zu sein. „Anders als bei den meisten Japanfonds wird das Währungsrisiko des Euro zum japanischen Yen abgesichert“, so Linke.

Auch Michael Stegmüller, Vorstand der Performance IMC Vermögensverwaltung, kann japanischen Aktien durchaus etwas abgewinnen. „Japanische Indizes weisen günstigere Bewertungen auf als europäische“, weiß Stegmüller. Für ihn liefern die günstigen Bewertungen jedoch nur einen Grund, warum der japanische Aktienmarkt Potenzial nach oben hat. „Pensionsfonds haben vor die Aktienquote zu erhöhen“, weiß Stegmüller – die höhere Nachfrage dürfte also den Kurs nach oben treiben.

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