Depot-Contest
Mit Aktien von Draghis Strategie profitieren

Das Jahresende an den Märkten läuft beschaulich ab. Doch spätestens 2015 könnte die große Rally beginnen – dann, wenn die EZB mit ihren Anleihekäufen beginnt. Wie Anlageprofis der ultralockeren Geldpolitik begegnen.
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DüsseldorfIn den letzten Wochen des Jahres ging es für die Märkte Auf und Ab. Die politische Unsicherheit in Griechenland, der Verfall des Ölpreises und der starke Wertverlust des Rubels bereiten Investoren Kopfschmerzen. Doch noch über den Krisen, die die fehlende Jahresendrally verantworten müssen, schwebt etwas anderes: die ultralockere Geldpolitik der europäischen Zentralbank EZB, auch Quantitative-Easing (QE).

Wie bereits vorher die US-Notenbank Fed will auch die EZB künftig ersuchen, die Wirtschaft durch massive Anleihenkäufe in Schwung zu bringen. Längst zweifeln auch die Teilnehmer des Depot-Contest der Münchner DAB-Bank nicht mehr am „ob“ – sie sind sich sicher, dass die Währungshüter früher oder später damit beginnen werden, Anleihen von Unternehmen und auch Staaten aufzukaufen.

„Draghi wird liefern“, sagt daher zum Beispiel auch Gottfried Urban, Vorstand von der Vermögensverwaltung Bayerische Vermögen. Urban erwartet ähnliche Auswirkungen auf den Markt wie in den USA: „steigende Preise an den Aktienmärkten“

In jeder Anlagestrategie müsse insofern „das Risiko erhöht“ werden, um „Erträge“ einfahren zu können. Das betrifft auch die „großen Kapitalsammelstellen“, also Fonds, Versicherungen oder Pensionskassen. Dieser Faktor allerdings würde dann zu zusätzlich steigenden Preisen am Markt führen. Entgegen der Meinung vieler, will Urban jedoch selbst Anleihen nicht gänzlich abschreiben: Bonds, die mit Investmentgrade bewertet sind, würden Anlegern längst als „Liquiditäts-Ersatz“ dienen. Dass diese Papiere nur noch geringste Renditen abwerfen würden, spiele dagegen „fast keine Rolle mehr.“

Sein eigenes Depot beim Depot-Contest sieht Urban für die Marktentwicklungen im neuen Jahr gut aufgestellt. Urban investiert unter anderem durch währungsgesicherte Rentenfonds in Schwellenländer. Trotz der schlechten Entwicklung des Ölpreises und des starken US-Dollars, die Ölexportländer in Schwierigkeiten bringen, will er an diesen Investitionen „festhalten.“ Für Europa erwartet der Experte „keinen konjunkturellen Einbruch.“

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„Kaum noch Alternativen am Rentenmarkt“

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  • Man kann Herrn Draghi manches, vielleicht auch vieles negatives nachsagen.

    Aber in einem Punkt hat er ganze Arbeit geleistet und das war gewiss ganz im Sinne der Bundesregierung. Mit seiner Politik hat er zwar die Sparer und Lebensversicherten beraubt, aber er hat das Geld der kleinen Leute gut eingesetzt. Zugegeben, er hat es zur Sicherung großer Vermögen eingesetzt. Aber er hat es genau aus diesem Grund auch erhalten.

    Während ärmere Bürger ihr Einkommen weitgehenst in den Konsum stecken - sie kaufen Essen und Kleidung -, verwenden Reiche nur einen Bruchteil ihrer Einnahmen für Essen und Kleidung. Den Rest sparen oder investieren sie.

    Aus volkswirtschaftlicher Sicht hat Herr Draghi ausgesprochen richtig gehandelt. Nur ethisch und moralisch liegt er danehben.

    Aber lehrt uns die Geschichte nicht, dass große Persönlichkeiten an den Denkmälern gemessen werden und die Bürger, die dafür darben mussten, von den Historikern "geschluckt" werden. Die Aussage ist doch dann die, dass die, die großes für die Zukunft schaffen wollen, immer ihre "Erfolge" zu Lasten des Volkes feiern.

    Draghi hat das Geld der kleinen Bürger also eingesetzt, um das Vermögen an Börsen, von Banken und Milliardären im Süden Europas zu sicherrn, Darüber mag mag unterschiedlicher Meinung sein. Aber Herr Draghi wird nach seinem Amt in der EZB nicht von kleinen Bürgern angestellt, sondern von denen, denen er das Vermögen gesichert hat.

    Auch das mag man bestreiten wollen. Aber typische Beispiele sind dazu doch Gerhard Schröder, Joshka Fischer oder Peer Steinbrück. Die erhielten ihre Zuwendungen doch auch nicht von den kleinen Sparern und Bürgern.

    Um Fehlinterpretationen dieses Kommentars zu verhindern, ich verabscheue diese Art der Bereicherung. Wenn andere auch dieser Meinung sind und dies durch mangelnde Wahlbeteiligung dokumentiert haben, dann sollte diese bei der nächsten Wahl zur Wahl gehen und diese Typen abwählen. Vielleicht auch deshalb abwählen, weil sie Draghi nicht überwachen.

  • Und wieder mal die Kernbotschaft:

    "GEHT INS RISIKO, KAUFT AKTIEN, DENN DIE SIND ALTERNATIVLOS."

    Das hört auch erst auf, wenn die dummen Kleinanleger alle wieder in Aktien getrieben wurden, um dann den großen Abverkauf zu beginnen.

    So funktioniert die Reziprozität des Systems Draghi -> Banken -> Medien etc.

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