Depot-Contest
Schwellenländer – einsteigen oder abwarten?

Panikartig flüchteten Investoren zuletzt aus den Schwellenländern. Wer auf Emerging Markets gesetzt hat, musste teils herbe Verluste einstecken. Wie Vermögensverwalter reagieren und was sie Anlegern raten.
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DüsseldorfDie vergangenen Handelstage waren nichts für schwache Nerven. Seit Ben Bernanke, der Chef der US-Notenbank, die Endphase der Liquiditätsflut und des billigen Geldes eingeläutet hat, ist die Stimmung dahin. Kaum hatte er angekündigt, die Fed werde aufhören, monatlich für 85 Milliarden US-Dollar zu kaufen, stürzten die Aktien- und Anleihekurse in den Keller. Vor allem aus den Schwellenländern wurde panikartig Geld abgezogen. Die Aktienkurse gaben kräftig nach, die Anleiherenditen zogen an.

Der Schock war kaum verdaut, da teilte die chinesische Zentralbank mit, sie werde nicht weiter grenzenlos Bargeld in das Finanzsystem pumpen und forderte die Banken auf, bei der Kreditvergabe risikobewusster zu sein. Die Angst vor einer neuen Bankenkrise machte die Runde. Ein weiterer Rückschlag für die Bullen rund um den Globus war die Folge. Vor allem in Asien gerieten die Börsen kräftig unter Druck.

Wer sich auf Schwellenländer konzentriert hatte, musste in den vergangenen Handelstagen teils herbe Verluste einstecken. Da machten auch die Teilnehmer des Depot-Contests der DAB Bank keine Ausnahme: Diejenigen, die verstärkt auf Emerging Markets gesetzt hatten, wurde in den Bestenlisten nach unten durchgereicht.

Winfried Walter musste mit ansehen, wie seine Gewinne dahinschmolzen und sein Depot in der Kategorie „Chance“ ins Minus rutschte. „Wir haben einen sehr hohen Anteil Schwellenländer in unserem Portfolio“, sagt der Experte der Schneider, Walter & Kollegen Vermögensverwaltung. „Der Absturz hat uns ganz schön wehgetan.“ Langfristig traut er den Märkten in den Schwellenländern aber viel zu. „In den Schwellenländern entsteht eine ganz neue Mittelschicht, die immer mehr konsumiert, die Ansprüche steigen, das treibt das Wachstum.“ Deshalb komme langfristig kein Anleger an diesen Ländern vorbei. Walter ist überzeugt: „Wenn wir in einigen Jahren zurückblicken, wird sich der aktuelle Rückschlag als riesige Kaufgelegenheit herausstellen.“ Die Erholung werde aber sicher dauern.

Kommentare zu " Depot-Contest: Schwellenländer – einsteigen oder abwarten?"

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  • "Samsung war aber kein bewusstes Schwellenländer-Engagement", sagt der DKS-Experte. Und später ist von Hyundai Mortors die Rede. Was überhaupt suchen diese beiden Aktien in einem Artikel über Schwellenländer?! Die sind doch aus Südkorea, einem der höchst entwickelten Industrieländer der Welt. Tragen die Anlageexperten schlechte Brillen und erkennen die Grenze zum auf der Landkarte benachbarten Schwellenland China nicht?

  • "Panikartig flüchten die Investoren..." Na sowas. Das sind mir ja Investoren. Wer panikartig flieht, hat keine Strategie und auch nie eine gehabt. Das belegt nur meine Abneigung gegenüber Fondsmanagern und anderen Handelnden Personen der sog. Investoren.
    In der Ruhe liegt die Kraft! Also entweder von vorne herein richtig beurteilen und nicht einsteigen oder durchhalten.
    Wie war das norchmals mit den Lemmingen und der Klippe...?

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