Depot-Contest
Was Vermögensverwalter Anlegern jetzt raten

Ukraine, Irak, Israel: Die Krisen in der Welt halten an. Doch auch Europa ist nicht über dem Berg. Im Gegenteil: Mario Draghi schwemmt die Märkte mit noch mehr Geld. Was Vermögensverwalter Anlegern empfehlen.
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DüsseldorfDie vergangenen Wochen waren nichts für Anleger mit schwachen Nerven. Fast täglich erreichte die Welt eine neue Nachricht aus den Krisenherden der Erde: Wladimir Putin, der die Gaslieferungen an die Ukraine und Polen kappt, gegenseitige Sanktionen, die stetig verschärft werden.

Barack Obama, der in seiner Rede vor dem 9/11-Gedenktag den Einsatz amerikanischer Streitkräfte im Irak noch verschärfen will, der plötzlich bereit ist, an bestimmte syrische Rebellengruppen Waffen zu liefern, um das „Krebsgeschwür“ IS zu besiegen. Nicht zu vergessen den Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern, der vor sich hin schwelt und sich immer wieder in neuen Anschlägen kulminiert.

„Wo soll das alles noch enden?“, mögen sich Marktteilnehmer derzeit fragen. Die wenigsten gehen davon aus, dass die „politischen Börsen“ derzeit allzu kurze Beine haben – und agieren dementsprechend defensiv. Dax und Co. in diesen Wochen immer wieder Dämpfer einstecken. Seit seinen Höchstständen im Juli brach der Leitindex zwischenzeitlich um mehr als elf Prozent ein und konnte die Verluste bis heute bei Weitem nicht gut machen.

Grund zur Sorge bereitete Anlegern auch die Lage in Europa selbst. Analysten, Börsianer, prominiente Banker: Fast alle waren sie sich einig, dass die jüngste Liquiditätsoffensive von EZB-Chef Mario Draghi als Zeichen zu deuten sei, dass Europa noch längst nicht über den Berg ist, dass die Finanzkrise die Volkswirtschaften weiterhin fest im Griff hat, dass Reformen zu langsam greifen.

Für die Teilnehmer des Depot-Contest der Münchner DAB-Bank ist klar: Vor allem die Ukraine-Krise wird den europäischen Aktienmärkten weiter zusetzen. „Von den gegenseitigen Sanktionen zwischen Russland und der EU sind europäische und ganz besonders deutsche Unternehmen betroffen“, sagt Kai Lintermann von der Albrech & Cie. Vermögensverwaltung. Auch die zuletzt trüben Wirtschaftsdaten der Euro-Zone seien Folge des Ukraine-Konflikts. „Die Schwankungen am Aktienmarkt bis zum Jahresende werden hoch bleiben“, ist sich der Anlageexperte sicher.

„Die europäischen Aktienmärkte bleiben weiter im Einfluss der Ukraine-Krise“, meint auch Frank Zaydowicz von PDB Anlage-Management. Zwar hat er die Hoffnung, dass der Konflikt sich eher beruhigt als ausweitet – und will an seinem Aktienengagement festhalten. Trotzdem sieht er Aktien von US-Werten derzeit gegenüber europäischen Titeln im Vorteil, gerade hat er einen Indexfonds auf den Nasdaq ins Depot aufgenommen: „Die US-Börsen sind weit weg von der Ukraine und waren zuletzt deutlich weniger Schwankungen ausgesetzt“, so Zaydowicz.

Mit dieser Einschätzung ist er nicht allein. „Aktienanleger sollten sich global orientieren und US-Aktien und Aktien aus den Schwellenländern zulasten europäischer Aktien übergewichten“, rät auch Jan Lintermann von Albrech & Cie.

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„Gefahr droht, wenn Europa in die Rezession rutscht“

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