Depot-Contest zum Halbjahr
Die Schwellenländer sind zurück

Niedrige Zinsen und Seitwärtsdax machten Vermögensverwaltern im ersten Halbjahr das Leben schwer. Die besten erreichten dennoch zweistellige Renditen. Welche Einzeltitel und Regionen sich besonders ausgezahlt haben.
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DüsseldorfDas erste Halbjahr 2014 ist vorbei – und Börsianern bleibt die nüchterne Erkenntnis: Über sechs Monate haben die Märkte sich leidlich seitwärts bewegt. Enttäuscht wurden die, die etwa glaubten, der Dax würde seine Jahresendrally im Januar fortsetzen. Das Gegenteil ist passiert: Bis Anfang Februar hat der deutsche Leitindex kräftig verloren, konnte gerade noch die 9.100 Punkte halten. Und als er sich gerade wieder erholt hatte, grätschte die Eskalation auf der Krim dazwischen. Den entscheidenden Sprung nach oben schaffte der Dax erst Ende Mai – und gar bis zum 10. Juni mussten Börsianer warten, um zum ersten Mal die 10.000 Punkte zu feiern.

In Kombination mit weiterhin niedrigen Zinsen für klassische Rentenpapiere bot der Seitwärtstrend an den Börsen wahrlich keine leichten Voraussetzungen für die Teilnehmer des Depot-Contest der Münchner DAB-Bank, um eine auskömmliche Rendite zu erzielen. Michael Dutz, Vorstand der Adlatus Vermögensverwaltung, sah die größte Herausforderung im Aktienbereich darin, die vorgegebenen Schwankungsbreiten gezielt auszunutzen.

In der Kategorie „Chance“ – die eine hundertprozentige Aktienquote vorgibt – ist Adlatus dies am besten gelungen. 12,65 Prozent an Wert machten die Anlageexperten in dem Zeitraum gut – das ist gut doppelt so viel wie die unmittelbaren Verfolger, die Top Vermögensverwaltung (5,96 Prozent) und die Bayerische Vermögen (5,59 Prozent). Dabei resultierte der Erfolg von Adlatus nicht etwa aus einem breit über Fonds diversifizierten Portfolio – die Anlageexperten vertrauten lieber auf Einzelwerte. „Mit der Selektion von interessanten Einzelwerten wollen wir besser sein als teure und häufig unflexible Fonds“, so Dutz.

Um das Risiko dennoch möglichst gering zu halten streut Adlatus Einzeltitel breit über verschiedene  Branchen – und versucht, den günstigsten Einstiegszeitpunkt zu erwischen. Aktien wie Merck, Apple, Gazprom, Barrick Gold haben die Experten gekauft, nachdem der Kurs gefallen war, oft ausgelöst durch eine Sondersituation. Es ist eine Strategie, mit der Adlatus bereits in den letzten Jahren gut gefahren ist.

Anders verfahren musste schließlich, wer in den defensiveren Depotkategorien, dem ausgewogenen und dem sicheren Depot, erfolgreich sein wollte. Ausgewogen ist ein Depot nach den Regeln des Contest dann, wenn es maximal 50 Prozent Aktienquote hält. Mit einer Wertsteigerung von 12,28 Prozent seit Jahresbeginn ist der Heemann Vermögensverwaltung der Renten-Aktien-Mix am besten gelungen.

Dem reinen Aktiendepot von Adlatus steht das Portfolio bei der Wertentwicklung damit nur wenige Zehntelprozent nach. Den 50-prozentigen Bondanteil hat Heemann breit gestreut – etwa zu gleichen Teilen in Hochzinsanleihen, Nachranganleihen, Schwellenländeranleihen und Südeuropa-Anleihen.

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