Depot-Contest zur Zinswende in den USA
Die Fed muss ein „Zinssignälchen“ geben

Kommt sie oder kommt sie nicht, die Zinswende in den USA? Vermögensverwalter hoffen auf klärende Worte der Notenbanker. Welche Marktentwicklung die Experten erwarten und welche Anlageklasse sie jetzt bevorzugen.

DüsseldorfDie Zinswende in den USA ist das marktbeherrschende Thema. Am Donnerstag gibt es endlich Klarheit. Zumindest darüber, ob die amerikanische Notenbank den Leitzins schon jetzt erhöht. Falls das nicht der Fall sein sollte, hoffen Börsianer wenigstens auf ein Signal, ob die Zinswende im Dezember oder vielleicht sogar erst im kommenden Jahr eingeleitet wird.

Auch die Vermögensverwalter, die sich beim Depot-Contest der Münchener DAB Bank messen, schauen gespannt nach Washington. „Die US-Notenbank sollte die Unsicherheit beenden und Worten Taten folgen lassen und die Zinsen im September anheben“, sagt Bert-Ardo Spelter von ICFB Investment Consulting Financial Brokerage.

Schließlich geht es auch um die Glaubwürdigkeit der Fed. „Immerhin taktiert sie seit Mai 2013 mit dem Gedanken der Zinserhöhung“, ergänzt Winfried Walter von der Vermögensverwaltung Schneider, Walter und Kollegen. „Vor diesem Hintergrund muss die Fed spätestens im Dezember ein ‚Zinssignälchen‘ geben. Wer nimmt das sonst noch ernst? Ich nicht.“

Mit einer Zinserhöhung im Dezember rechnet auch Gottfried Urban von der Bayerischen Vermögen. Noch sei zu viel Unsicherheit über die konjunkturelle Entwicklung im Markt. Daher würde die Fed wahrscheinlich noch abwarten.

Die Experten rechnen mit nur sehr geringen Reaktionen an den Märkten. Zumal der Zinsschritt der Fed auch eher homöopathisch ausfallen dürfte. „Die Zinserhöhung von nahezu Null auf ein halbes Prozent und einer klare Verhältnisse schaffende Aussage der Fed, dass es das war es für eine längere Zeit, wird die Märkte beruhigen“, glaubt Spelter.

Auch Ingo Schweitzer von der Vermögensberatung Anceka erwartet wenn überhaupt nur einen moderaten Anstieg. „Die Märkte haben schon lange eine Phase von moderaten Zinserhöhungen eingepreist“, ist er überzeugt. Auch Walter erwartet keine stärkeren Ausschläge. „Trotzdem möchte ich aber feststellen, dass mir der Markt technisch nicht sehr stabil erscheint“, sagt er. „Auch fundamental sollte man keine großen Zuwachsraten auf der Ertragsseite der Unternehmen erwarten.“

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