Depotabsicherung
Auf Nummer sicher gehen

Die Zitterpartie an den Börsen geht in eine neue Runde. Doch es gibt Abhilfe. Wie sich Profis für stürmische Zeiten eine Depotabsicherung aufbauen.

Öl so teuer wie nie, Gold fast auf 800 Dollar die Unze, die Inflation mit mehr als zwei Prozent zurückgekehrt, und die Bundesregierung senkte ihre Wachstumsprognose für 2008 auf zwei Prozent. Noch dazu trifft das alles auf Aktienmärkte, die in den vergangenen viereinhalb Jahren fulminant gelaufen sind – allein der Dax schaffte bis zu 270 Prozent in der Spitze. Eine brisante Mischung, bei der selbst notorische Optimisten ins Grübeln kommen und Absicherungen ins Spiel bringen.

Profis sprechen dann vom Hedge, zu deutsch die Hecke. Gemeint ist Risikominimierung durch Gegengeschäfte. Für ein Aktiendepot heißt das, für einige gefährliche Monate eine zusätzliche Absicherung aufzubauen, ohne gleich die eigenen Aktien verkaufen zu müssen – schließlich will man ja mit von der Partie sein, wenn die Kurse später wieder anziehen.

"Jeder Anleger kann individuell für seine Papiere auf einfache Art und Weise ein Auffangnetz einziehen", sagt Nils Grunow, Derivate-Fachmann von HSBC Trinkaus & Burkhardt. Etwa mit handelsüblichen Verkaufsoptionsscheinen, Puts genannt. Diese eigentlich spekulativen Vehikel haben zwei Eigenschaften, die sie für eine Absicherungsstrategie prädestinieren: Sie steigen, wenn die Aktien fallen; und sie haben eine enorme Hebelwirkung, womit ein kleiner Einsatz eine große Wirkung entfaltet.

Kommt es zum erwarteten Rückschlag, gleichen die Puts die Kursverluste der Aktien zum Teil aus. Und sollten die Kurse wider Erwarten doch steigen, gehen zwar die Puts verloren, über die Aktien sind Anleger im Aufstieg aber wieder mit von der Partie. Wie die Strategie en détail funktioniert, zeigt die Beispielrechnung mit der Siemens-Aktie (siehe Tabelle Beispielrechnung für die Absicherung).

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