Depotbank-Vergleich
So werden Sie Aktionär

Wer Aktien kaufen will, muss sich nicht auf den Weg zur nächsten Börse machen. Ein Depot lässt sich bequem über den heimischen Computer eröffnen. Das Tool der Woche zeigt, wie sich die Preise dafür unterscheiden.

FrankfurtHaben Sie schon mal eine Aktie gekauft? Wer diese Frage in Deutschland stellt, wird wohl häufig so etwas hören wie „Nein – natürlich nicht!“ oder auch „Ja, aber das mache ich nie wieder!“ Die deutsche Abneigung gegenüber den Unternehmensbeteiligungen ist ungefähr so bekannt wie die deutsche Begeisterung für Sauerkraut und Lederhosen.

Einziger Unterschied: Während sich die Folklore überwiegend auf den Süden der Republik konzentriert, scheinen die Aktienmuffel über das ganze Land verteilt zu sein. Das Deutsche Aktieninstitut (DAI) vermeldete zuletzt sogar einen weiteren Rückgang der Aktionärszahlen. Hierzulande investieren demnach nur 8,4 Millionen Menschen in Aktien, das entspricht 13,1 Prozent der Bevölkerung in der Altersgruppe über 14 Jahren.

Einen zwischenzeitlichen Höhepunkt hatte die Zahl der Aktienbesitzer im Jahr 2001 erreicht, immerhin 12,9 Millionen waren es damals. Dann platzte die der sogenannten Dotcom-Blase: Dutzende junger Technologieunternehmen waren über den Neuen Markt an die Börse gekommen, doch die Erwartungen an ihre Gewinne waren maßlos übertrieben – die Aktienkurse wurden hochgejubelt und stürzten schließlich jäh ab. Eines der prominentesten Beispiele: die Telekom-Aktie. Einst wurde sie zum Kurs von mehr als 100 Euro gehandelt, heute kostet sie nur noch etwa 15 Euro.

Zugegeben, in den zurückliegenden 15 Jahren gab es insgesamt sogar drei Abschwungphasen: Auf die geplatzte Internetblase folgte 2008 die Immobilienkrise und 2011 die Staatsschuldenkrise in Europa. „Trotzdem sind Aktien mit einer durchschnittlichen Jahresrendite von real – also inflationsbereinigt – sechs bis sieben Prozent die langfristig ertragreichste Anlageklasse“, erklärt der Münchener Vermögensverwalter Gottfried Heller, der auf mehr als 40 Jahre Erfahrung an der Börse zurückblickt.

Stellt sich nur die Frage, wo gibt es überhaupt diese Aktien? Gehandelt werden sie an der Börse. Doch das ist nicht der Ort, den ein angehender Aktionär aufsuchen muss. In den Anfängen waren auf dem Börsenparkett viele Händler tätig, sie brachten Personen, die ihre Aktien verkaufen und diejenigen, die sie kaufen wollten, zusammen. Heute läuft das überwiegend über Computersysteme. Doch noch immer gilt: Man kann eine Aktie nur dann kaufen, wenn zugleich jemand anderes zum Verkauf bereit ist, schließlich geben Unternehmen eine feste Zahl von Aktien aus. Wenn die Nachfrage groß ist, steigt der Preis, genauer: der Aktienkurs. Ist das Interesse gering, fällt der Kurs.

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