Der Rückschlag nach den Terroranschlägen in Madrid gilt nur als eine Korrektur zwischen zwei Anstiegsphasen
Experten sehen Kurspotenzial in Europa

Der Anstieg an Europas Aktienmärkten scheint ungeachtet der gestrigen Zwischenerholung zunächst gestoppt. Dabei haben die Terroranschläge in Madrid Mitte März nur einen Trend beschleunigt, der sich bereits einige Tage zuvor abgezeichnet hatte.

DÜSSELDORF. Madrid bot „nur einen Grund für Gewinnmitnahmen“, sagte Jorik van den Bos, leitender Aktienspezialist von ING Investment Management. Es sei keine Kettenreaktion an den Börsen ausgelöst worden, doch habe die Nervosität zugenommen.

Noch Anfang März schien der Sprung des Euro-Stoxx 50 über die Hürde von 3 000 Punkten in greifbarer Nähe. Zuletzt hatte der Index der 50 größten Aktien aus Euro-Land dieses Niveau Mitte 2002 erreicht. Heute steht das Marktbarometer nur noch bei rund 2 750 Punkten. Sollten Anleger auf diesem Niveau wieder einsteigen, oder sind die „guten“ Zeiten an Europas Börsen schon wieder Vergangenheit?

Franz Wenzel, Senior Investment Stratege von Axa Investment Managers in Paris, bleibt zuversichtlich. Seiner Einschätzung nach handelt es sich nur um „eine Zwischenphase am Aktienmarkt“, innerhalb deren die Kurse korrigieren. Wenzel geht dabei von einem zweigeteilten Szenario aus. Die erste Phase mit starken Kurssteigerungen sei von konjunkturellen Faktoren geprägt worden; die Unternehmensgewinne hätten sich bereits massiv erholt. In einer zweiten Phase müssten nun Investitionen folgen. Entscheidend für eine weitere Erholung der Börsen sei dabei das Volumenwachstum bei den Unternehmen.

Beim Deutschen Aktienindex (Dax) erwartet Wenzel bis Jahresende einen Anstieg auf 4 200 Punkte. Insgesamt sieht er für europäische Aktien in der zweiten Phase noch ein Kurspotenzial von 15 bis 20 %. Van den Bos ist etwas zurückhaltender; von den aktuellen Levels aus „sind noch zehn bis 15 % aufwärts möglich“, sagte er. Dabei schließen die Experten allerdings nicht aus, dass es mit den Kursen zunächst noch weiter nach unten geht.

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