Die besten Vermögensverwalter
Jagd nach Rendite reicht nicht

Der „Elite Report“ prämiert gemeinsam mit dem Handelsblatt die besten Vermögensverwalter. Nur 51 von 348 getesteten Vermögensprofis bescheinigt die unabhängige Jury gute Arbeit. Als stabil erweisen sich aber die Top-Verwalter.
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MÜNCHEN. Leider gibt es auch das: Anleger verlieren bis zu 50 Prozent ihres Geldes, obwohl sie ihrem Berater das Anlageziel „Vermögenserhalt“ genannt hatten. Bei der Auszeichnung der besten Vermögensverwalter im deutschsprachigen Raum nannte der Gründer des Fachmagazins Elite Report, Hans-Kaspar von Schönfels, das gestern einen „Missbrauch von Kundenvermögen“. Mit der Auszeichnung, die der Elite Report zum sechsten Mal gemeinsam mit dem Medienpartner Handelsblatt in München verlieh, bescheinigte die unabhängige Jury gerade mal 51 von 348 getesteten Vermögensprofis gute Arbeit und prämierte diese Verwalter mit dem Prädikat „Elite“. Erstaunlich stabil erwies sich dabei jedoch die Gruppe der Top-Verwalter.

Als beste Vermögensverwalter kürt der „Elite Report 2009“ zwei Banken: Die BHF Bank und die Hamburger Sparkasse (Haspa) erzielten in dem umfassenden Bewertungsverfahren die höchste Punktzahl. Die Konkurrenz folgt allerdings mit geringem Abstand: Insgesamt 26 Verwalter erreichten die Bestnote „summa cum laude“ (siehe Grafik). Sechs weitere Häuser bekamen die zweithöchste Auszeichnung „magna cum laude“, sieben weitere „cum laude“. Außerdem gehören zwölf weitere Verwalter zu den empfehlenswerten Instituten. Ausgezeichnet wurden 27 deutsche Vermögensverwalter, elf Schweizer Banken, acht österreichische Institute, drei Liechtensteiner und zwei Luxemburger Häuser.

Damit gehören etwas weniger Vermögensprofis zur Elite als noch vor einem Jahr, als 53 von 344 Banken ausgezeichnet wurden. „Die Qualität der Prämierten ist zudem besser geworden“, konstatiert von Schönfels. Dass in der Krise die eigenen Schwächen stärker auf dieDepot-Renditen durchschlügen, habe Anbietern die Augen geöffnet, meint er. Insgesamt gibt es eine große Kontinuität unter den Top-Verwaltern. Alle 18 Spitzenhäuser des Vorjahres haben ihre Auszeichnung verteidigt. 21 Verwalter wurden bereits um sechsten Mal ausgezeichnet. Dazu zählen Bank Julius Bär, Bank Sarasin, Bankhaus Lampe, Berenberg Bank, Credit Suisse, Delbrück Bethmann Maffei, DJE Kapital, Haspa, HSBC Trinkaus, LGT Bank Liechtenstein, Metzler, Pictet, Sal. Oppenheim und UBS.

Auch die krisenbedingt stark unter Kapitalabflüssen leidende UBS bekommt erneut eine gute Note: Deren Angebot sei sogar besser und präziser geworden, meint von Schönfels. Viele Häuser würden in der Krise aufmerksamer gegenüber ihren Kunden. Bei der vom Steuerskandal gebeutelten Lichtensteiner LGT erkennt „Elite Report“, „dass sich das Institut reformiert.“

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