„Die großen Deals sind sehr komplex“
Viele Fusionen schädigen Aktionäre

Die Rekordpreise bei Fusionen und Übernahmen machen die Aktionäre der betroffenen Unternehmen meistens ärmer, während Führungskräfte und Banken von den Transaktionen profitieren. Zu diesem Ergebnis kommen die Analysten der Boston Consulting Group.

NEW YORK. Der Analyse zufolge haben rund 58 Prozent der Akquisitionen, die zwischen 1992 und 2006 durchgeführt wurden, die Anlageerträge der Aktionäre geschmälert. Dagegen nahmen die an den Transaktionen beteiligten Banken nach Schätzungen der Berater von Freeman & Co. in den ersten fünf Monaten des Jahres 25 Mrd. Dollar an Gebühren ein.

„Die großen Deals sind sehr komplex“, warnt John Sunderland, Partner bei der Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCooper. „Viele Konzernchefs machen den Fehler, dass sie die Integrationsrisiken unterschätzen.“ Einen anderen Grund für die vielen Fehlschläge nennt Aktienstratege Jeremy Batstone von Charles Stanley & Co.: "Es besteht das Risiko, dass das Unternehmen sein Kerngeschäft verlässt." Je kleiner die Übernahme, desto besser stehen die Erfolgschancen, sagt Scott Moeller, Professor an der Cass Business School in London.

Quelle: Bloomberg

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