Die Indexberechner stehen in einem harten Konkurrenzkampf
Zahlreiche Indizes erweisen sich als Marketing-Gag

Sind Hedge-Fonds-Indizes als objektive Richtschnur für die Auswahl von Hedge-Fonds geeignet? Können sie als Messlatte zur Beurteilung der Performance herangezogen werden? Und bieten sie die Basis für attraktive Anlageprodukte?

DÜSSELDORF. Glaubt man den rund einem Dutzend Anbietern von Hedge-Fonds-Indizes, sind Indizes bei traditionellen und alternativen Asset-Klassen die Antwort auf die genannten Fragen schlechthin. Während sich Fondsmanager traditioneller Asset-Klassen meist an einer Benchmark orientieren und folglich auch an ihr gemessen werden können, muss sich dieser Ansatz bei nach absoluten Renditen strebenden Hedge-Fonds erst noch beweisen.

Fest steht, dass die neue Generation investierbarer Hedge-Fonds-Indizes noch viele theoretische und strukturelle Herausforderungen zu meistern hat. Außerdem haben erste Anlagelösungen gezeigt, dass mit der Umsetzung der Index-Ansätze in konkrete Anlageprodukte große Probleme verbunden sind. Auch wenn Hedge-Fonds-Index-Anbieter Investoren suggerieren, dass sie die Vorteile von Indizes für Hedge-Fonds greifbar machen, arbeiten sie letztlich nicht anders als Dach-Hedge-Fonds-Manager.

Grundsätzlich könnten Indizes der Hedge-Fonds-Industrie ohne Zweifel große Dienste erweisen - vor allem wenn es darum geht, die Performance eines Fonds zu messen, verschiedene Stile zu klassifizieren oder generell mehr Transparenz zu schaffen. Zum jetzigen Zeitpunkt sind die Ergebnisse dieser Bemühungen allerdings eher ernüchternd: Die Entwicklungen verschiedener Indizes weichen in der Regel signifikant voneinander ab, was hauptsächlich auf subjektiv gewählte Indexkriterien zurückzuführen ist. So wies z. B. der Hedge-Fonds Research Index 2003 eine Performance von 18,3 % auf während der S&P Hedge-Fonds Index um 11,0 % zulegte.

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