Die Investmentkonzepte des „Screenings“ kommen nach Deutschland
Anleger trimmen ihre Depots auf Nachhaltigkeit

Die Geldanlage nach sozialen, ethischen und ökologischen Kriterien (Socially Responsible Investment, SRI) trifft auf steigende Nachfrage. In Europa kommen nachhaltige Investments nach Schätzung des Sustainable Business Institute (SBI) der European Business School in Oestrich-Winkel auf insgesamt 500 Mrd. Euro.

HB BERLIN. In den USA und Großbritannien erreicht SRI ein Anlagevolumen von 2 200 Mrd. Dollar, wie Andreas Knörzer, Direktor der Schweizer Bank Sarasin, sagt. Lag das Augenmerk der Anleger bislang auf Investmentfonds, kommen nun auch andere Konzepte nachhaltiger Vermögensverwaltung nach Deutschland. Dazu gehört das Durchleuchten („Screening“) von Aktienportfolios nach ökologischen, sozialen und ethischen Kriterien sowie das „Engagement“, bei dem Investoren eine aktive Rolle einnehmen und auf verantwortliches Wirtschaften dringen.

Seit Mai bietet das Private Wealth Management (PWM) der Deutschen Bank eine individuelle Vermögensverwaltung nach nachhaltigen Kriterien an. Sie folgt der BHF-Bank, die damit als erste Bank vor einem Jahr begonnen hat. Vermögende Privatleute und institutionelle Anleger wie Stiftungen können bei PWM entscheiden, ob sie und wie sie ihr Portfolio auch unter Beachtung ökologischer, sozialer und langfristiger ökonomischer Aspekte verwalten lassen möchten.

„Anleger können von nachhaltig handelnden Unternehmen profitieren, die sich langfristig oftmals auch durch eine höhere Finanzperformance auszeichnen“, erläutert Johannes Baratta, verantwortlich für PWM in Deutschland. Das Interesse sei sehr rege. Binnen zwei Monaten habe man zwei große Stiftungen als Kunden gewonnen. Grundlage des Konzepts sind die Aktien der weltweit tonangebenden Dow-Jones-Sustainability-Index-Familie (DJSI) sowie die Analysen der Züricher Sustainable Asset Management (SAM).

Die Bank hat vier Portfoliomodelle mit unterschiedlichen Ertrags- und Risikoprofilen aufgelegt. Innerhalb derer können Anleger auf zehn DJSI-Indizes zurückgreifen, die eine individuelle Selektion der Anlagen nach Ländern, Branchen sowie Einzeltiteln ermöglichen. Zusätzlich können Anleger entsprechend ihrem persönlichem Werteempfinden Regionen, Länder oder Einzeltitel ausschließen.

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