Die Suche nach Sicherheit
Wie Anleger ihr Depot richtig absichern

Die Unsicherheit um vermeintlich krisensicheren Geldmarktfonds hat viele Anleger geschockt. Von den aktuellen Schließungen einiger Geldmarktfonds sind zwar vor allem institutionelle Investoren betroffen, doch ein fader Nachgeschmack bleibt. Für Anleger, die auf Sicherheit setzen, bieten sich aber zahlreiche Alternativen.

FRANKFURT. Viele Geldmarktfonds versuchen, mit dem Kauf von forderungsbesicherten Anleihen (Asset Backed Securities, ABS) ihre Rendite aufzupeppen; der Handel mit diesen Anleihen ist jedoch zum Erliegen gekommen. Grund ist die Subprime-Krise um bonitätsschwache private Hypothekennehmer in den USA, deren Kredite in ABS-Papieren verbrieft wurden.

Für Anleger, die auf Sicherheit setzen, bieten sich aber zahlreiche Alternativen. Sicherer als Geldmarktfonds seien die Tages- und Festgeldangebote der Banken, sagt Natalia Wolfstetter vom Fondsanalysehaus Morningstar – auch weil Gebühren die Rendite vieler Geldmarktfonds mindern. Inzwischen bieten Banken laut FMH Finanzberatung im Schnitt für Tages- und Festgeld zwischen knapp drei und gut vier Prozent Zinsen. Spezieller Reiz: Das Geld der Anleger ist vielfach durch einen Einlagensicherungsfonds geschützt.

Über das Ausfallrisiko müssen sich Anleger auch beim Kauf von Anleihen mit extrem hoher Bonität keine Sorgen machen. Dazu zählen Anleihen von Staaten des Euro-Raums, der Bundesländer und von staatlichen Förderbanken. Die Anleihekurse schwanken zwar, aber für Anleger, die ihre Papiere bis zur Fälligkeit halten, spielt das keine Rolle. Sie bekommen ihr Geld am Laufzeitende zu 100 Prozent zurück und erhalten zwischendurch die Zinsen.

Weitgehenden Schutz in unsicheren Börsenphasen versprechen auch die Emittenten vieler Anlagezertifikate. Allerdings: Bei Zahlungsunfähigkeit der Emittenten droht die Rückzahlung des Papiers auszufallen, Einlagensicherungsfonds greifen nicht. Entsprechend ist ein genauer Blick auf die Bonität der Bank vor dem Zertifikatekauf Pflicht.

Vollständigen Kapitalerhalt – vorausgesetzt der Emittent bleibt solvent – bieten Garantiezertifikate. Allerdings haben die Produkte mehrere Haken. Zunächst einmal müssen Anleger beachten, dass das eingesetzte Geld lediglich am Ende der Laufzeit zu 100 Prozent zurückgezahlt wird. Zudem entsteht den Anlegern unter Berücksichtigung der Inflation ein Kaufkraftverlust, wenn sie tatsächlich nur ihr Kapital zurückbekommen.

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