Diskussionsthema auf der Mipim
Branche hofft auf Einführung der Reits

Kaum ein Thema wurde auf der diesjährigen Immobilienmesse Mipim so ausgiebig diskutiert wie die mögliche Einführung von steuerbegünstigten Immobilienaktiengesellschaften in Deutschland. Ein für Anfang 2006 in Aussicht gestelltes neues Gesetz könnte Real Estate Investment Trusts (Reits) auf den Weg bringen.

HB CANNES. Den in den vergangenen Jahren dahin dümpelnden heimischen Immobilienmarkt, so die Hoffnung, soll dies wieder in Schwung bringen. „Wenn Reits kommen, sind sie vor allem für ausländische Investoren interessant“, meint Udo Scheffel, Vorstandssprecher der Bayerischen Immobiliengruppe. Ihnen sei das typisch deutsche Produkt des offenen Immobilienfonds nur schwer zu vermitteln, Reits hingegen seien im anglo-amerikanischen Raum bestens eingeführt. „Investoren aus den USA, Australien und Europa würden gern börsennotiertes Kapital nach Deutschland bringen. Reits böten dazu die Chance“, bestätigt auch Klaus Kortebein, Geschäftsführer der neu gegründeten Morgan Stanley Real Estate Investment GmbH.

„Reits spielen in der Strategie ausländischer Anleger eine große Rolle“, bekräftigt Lutz Behrendt, Investmentspezialist des Immobilienberaters Atisreal. Immobilienaktien ließen sich leichter an- und verkaufen, überdies erhöhten die Regeln für börsennotierte Unternehmen die von internationalen Investoren geforderte Transparenz am deutschen Immobilienmarkt. „Mit der Einführung von Reits wird der deutsche Markt erwachsen.“ Über ein mangelndes An-gebot geeigneter Objekte macht sich der Behrendt keine Sorgen: „Unternehmen warten nur darauf, durch Immobilienverkäufe Eigenkapital zu mobilisieren, Reits erleichtern dies.“

Doch auch reine Immobilienunternehmen verfolgen mit Spannung die Entwicklung, wie Udo Scheffel von der Bayerischen Immobilien AG bestätigt: „Wenn die steuerlichen Rahmenbedingungen stimmen, würden wir die Umwandlung in einen Reit ernsthaft prüfen.“

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