Drei Strategien, drei Depots
Alles hängt von den Zinsen ab

Warren Buffett brachte es auf den Punkt: Aktien sind gut, Bonds nicht. Doch Frank Wiebe ist skeptisch: Wenn die Zinsen steigen werden Aktien und Anleihen gemeinsam fallen und offenbaren, ob wir auf einer Blase sitzen.
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Das Orakel hat gesprochen: Warren Buffett sagt Aktien sind gut und Bonds sind schlecht. Er warnt davor, zu kurzfristig zu denken. Und vor dem Versuch, genau das richtige Timing zu erwischen. Langfristig besehen sind Aktien seiner Meinung nach nicht zu teuer. Anleihen dagegen seien durch die Käufe der Notenbank, die ja nicht ewig so weitergehen werden, künstlich nach oben gedrückt.

Nun: Warren Buffett hat sich in seiner Karriere in solchen Fragen auch schon mal geirrt. Aber viel häufiger hat er richtig gelegen, sonst wäre er nicht einer der reichsten Männer der Welt. Das spricht dafür, seine Meinung ernst zu nehmen. Ich sehe allerdings das Problem: Wenn die Zinsen steigen, werden Aktien und Anleihen fallen.

Die Philosophie, Risiken zu mindern, indem man das Geld hübsch über die Anlageklassen verteilt, funktioniert leider nur in engem Rahmen. Kurzfristig ist es oft so, dass Aktien fallen und Anleihen steigen, wenn die Investoren plötzlich ängstlich werden - aus welchem Grund auch immer. Umgekehrt läuft es, wenn das Vertrauen zurückkehrt.

Etwas längerfristig besehen sind aber fast alle Anlagen, von Aktien über Anleihen bis Immobilien und letztlich sogar Gold, von den Zinsen abhängig. Wenn wir wegen der künstlich niedrigen Zinsen auf einer Blase sitzen, dann könnte es sein, dass sich bei steigenden Zinsen herausstellt, dass alle Märkte aufgeblasen waren. Aber Warren Buffett hat insofern Recht, als das Problem bei Anleihen am offensichtlichsten ist.

Kommentare zu " Drei Strategien, drei Depots: Alles hängt von den Zinsen ab"

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  • So wenig Substanz war bisher noch in keiner dieser Kolumnen, heute heiße Luft pur und angelesenes von allen 3 Redakteuren.

    Was da wohl Dr. Grandt zu sagen würde???

  • Zitat: "Wenn die Zinsen steigen..."

    Herr Wiebe, die Zinsen steigen nicht einfach so - ein Hampelmann muss die Zinsschraube drehen. Der von der amerikanischen FED fremdbestimmte Mario Draghi wird das hier sein. Dies wird aber erst geschehen, wenn das System kurz dem Zusammenbrechen ist und die Strippenzieher ihre Schäfchen ins Trockene gebracht haben.

    Die FED ist aber klug genug, ab und zu ein High oder ein Down einzufügen, dass es genug Dumme gibt, die Glauben zu den Gewinnern zu gehören.

    In der Zwischenzeit gibt es immer wiederkehrende Elemente wie einen Black Friday oder Krieg, die das Spiel zum Ausgangspunkt zurückbringt, um die Schuld betiteln zu können.

    Nur dadurch lässt sich erklären, warum immer weniger Leute immer mehr besitzen. Noch keiner konnte irgendwie sonst dieses Phänomen erklären.

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