Drei Strategien, drei Depots: Amerika macht es Münchhausen nach

Drei Strategien, drei Depots
Amerika macht es Münchhausen nach

Die Fed ist sich über ihr weiteres Vorgehen nicht im klaren. Dabei ist ihre Geldpolitik entscheidend für die US-Wirtschaft. Handelsblatt-Redakteur Frank Wiebe wird die Lage langsam zu heiß. Er hält sich lieber zurück.
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Nach immer neuen Erfolgsmeldungen vom US-Immobilienmarkt stellt sich jetzt die Frage: Was sagen diese Zahlen überhaupt aus? Das „Wall Street Journal“ kommt in einer langen Analyse zu dem Schluss: In den steigenden Immobilienpreisen kommt nur die lockere Geldpolitik zum Ausdruck, und nicht etwa eine reale Verbesserung der wirtschaftlichen Situation.

Aber eigentlich war doch immer klar, dass es genau so läuft: Die US-Notenbank pumpt die Kapitalmärkte - also Börse und Immobilien - auf, damit die Amerikaner wieder Geld ausgeben und die Konjunktur ankurbeln. Der Immobilienmarkt kann ja nicht beides sein: Der Motor der Erholung und gleichzeitig ein Indiz für die Erholung. Klar ist: Konjunktur und Börse der USA hängen von der Geldpolitik ab.

Die Frage ist letztlich, ob Münchhausen nicht doch Recht hatte. Der Lügenbaron berichtete ja, er habe sich an den eigenen Haaren aus dem Sumpf gezogen. Die Politik der US-Notenbank wirkt ganz ähnlich: Amerika zieht sich an den eigenen Haaren aus dem ökonomischen Sumpf. Der Unterschied zwischen Notenbankchef Ben Bernanke und Münchhausen ist aber: Bis zu einem gewissen Grad kann Geldpolitik so tatsächlich funktionieren. Erkauft wird das meist mit einem steigenden Grad an Risiko, weil es eben zu Überbewertungen in Teilen des Kapitalmarkts kommt, die dann in eine Krise führen. Noch sind diese Risiken nicht wirklich zu erkennen. Aber es hat schon seinen Grund, dass ich immer noch einen guten Teil meines Depots in Bargeld halte. 

Kommentare zu " Drei Strategien, drei Depots: Amerika macht es Münchhausen nach"

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  • Liebe Frau Leitel,

    da mir Ihr Depot von den drei veröffentlichen am ehesten zusagt, lese ich Ihre Kommentare regelmäßig.

    So manches Mal frage ich mich, ob Sie nicht etwas zu emotional (im Gegensatz zu rational/strategisch) bei der Auswahl Ihrer Werte sind, was sich auch in dem heutigen Kommentar zu BASF wieder zeigt. Der "Bremsklotz" hat sich ja gerade an den Tagen, wo alles andere (besonders in Frau Schwarzers Portfolio) zusammengeklappt ist, recht stabil gehalten. Zudem hat der Wert mittlerweile eine Dividendenrendite von über 4%. Im Prinzip ein Wert, mit dem man nicht zockt, sondern den man sich für die nächsten 15, 20 Jahre ins Depot legt.

    Vielleicht wäre es ja auch eine Überlegung für Sie, etwas stärker auf Titel mit hoher Dividendenrendite zu gucken. In den USA erfreut sich eine solche Strategie, die auf regelmäßiges Einkommen aus Dividenden abzielt ja bereits zunehmender Beliebtheit. Nicht zuletzt, weil Dividenden dort steuerlich besser als Zinsen behandelt werden.

    Ihnen weiterhin ein glückliches Händchen bei der Depotverwaltung.

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