Drei Strategien, drei Depots: Angst vor der Privatanlegerfalle

Drei Strategien, drei Depots
Angst vor der Privatanlegerfalle

Dow Jones auf Allzeithoch, Dax auf Rekordkurs: Am Dienstag herrschte Kauflaune an den Börsen. Nicht jedoch bei unseren Musteranlegern. Sie hielten sich zurück – auch aus Angst vor einem baldigen Einbruch der Märkte.
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Für mich spielt am Mittwoch Henkel die Hauptrolle. Der Düsseldorfer Konzern legt seine Ergebnisse für 2012 vor. Zuletzt hatte sich Firmenchef Kasper Rorsted zuversichtlich gezeigt, die Ziele für das vergangene Jahr zu erreichen.

Die Frage ist aber, ob das der Börse genug ist – und wie die weitere Entwicklung eingeschätzt wird. Auch hoffen manche darauf, dass Rorsted die Dividende von zuletzt 0,80 Euro je Vorzugsaktie aufstockt.

Für mich hat sich die Investition in Henkel jedenfalls gelohnt: Seit dem Kauf Ende November ist die Aktie um über elf Prozent gestiegen und damit zum Spitzenreiter in meinem Depot aufgestiegen. Hätte ich etwas mehr Geld investiert, würde sich das auch stärker in der Gesamtperformance niederschlagen. Aber das ist eben der Preis dafür, dass man nicht so stark ins Risiko geht.

Daneben stehen am Mittwoch mehrere Konjunkturdaten auf der Agenda, etwa die Daten zum EU-Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal 2012 und die Auftragseingänge der US-Industrie im Januar. Zudem veröffentlicht ADP den Arbeitsmarktbericht für die USA. Die Daten gelten als Indiz dafür, wie die offiziellen Zahlen am Freitag ausfallen und werden von den Investoren üblicherweise genau unter die Lupe genommen.

Kommentare zu "Angst vor der Privatanlegerfalle"

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  • Ich bin unbedingt dafür, dass man diese unsägliche Serie einstellt.
    Es geht überhaupt nicht, dass Journalisten einerseits im Markt investiert sind - und sei es auch nur pro forma oder als sogenanntes "Musterdepot" - und gleichzeitig Marktberichterstattung betreiben.
    Das sollte sich die Redaktion bitte noch einmal gründlich überlegen.

    Es gab Zeiten, da wäre das ein klarer Fall für den Deutschen Presserat gewesen, aber offenbar nimmt niemand mehr so recht das Handwerk und das Ethos des Berufes ernst.
    Das ist umso bemerkenswerter, als ja gerade im Handelsblatt immer gerne auch die Moralkeule geschwungen wird.

    Dass die Performance unter aller Sau ist, spielt dabei keine Rolle.
    Es geht um den Anstand des Journalismus. Denn alle drei Redaktionsmitglieder wollen sich ja wohl ganz sicher nicht als Trader oder Vermögensverwalter unter Beweis stellen, sondern als Journalisten.
    Sie vom Handelsblatt würden es ja sicherlich auch nicht gerne sehen, wenn etwa im Fußball ein Schiedsrichter gleichzeitig Reporter und ein Reporter gleichzeitig Schiedsrichter wäre, oder?

  • Also es zeugt nicht gerade von Aktien/Börsensachverstand, wenn man in der Zeit von November 2012 bis Anfang März 2013 schlappe 2,48% - 6,49% Plus verzeichnen kann, während der DAX im gleichen Zeitraum (05.11. - 05.03.) ca. 6,7% zugelegt hat.
    Kritik muss sein!

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