Drei Strategien, drei Depots
Augen zu und durch

Für Investoren sind die Zeiten nicht leicht. Dem Dax droht der Sturz unter die Marke von 7.000 Punkten. Doch da müssen unsere Autoren durch. Sie investieren derzeit nur kleine Beträge - oder gar nicht.
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Die Stimmung an den internationalen Finanzmärkten ist derzeit alles andere als gut. Die Schuldenkrise in Europa, die drohende Fiskalklippe in den USA und nun auch noch schwache Konjunkturdaten - kein Wunder, dass der Dax weiter abrutscht. Mittlerweile ist sogar wieder die Marke von 7.000 Punkten in Sichtnähe. Die US-Märkte mit den leichten Kursgewinnen sind da auch keine große Hilfe.

Dennoch habe ich mal wieder etwas gekauft: Henkel-Aktien. Das Unternehmen legt zum Wochenschluss seine Zahlen zum dritten Quartal vor. Die Konkurrenz hat zuletzt gute Ergebnisse präsentiert - der Krise zum Trotz. Wir alle müssen eben unsere Zähne putzen und die Wäsche waschen, egal wie die Geschäfte laufen. Die Aktie ist (vermutlich aus eben diesem Grund) seit Jahresbeginn gut gelaufen und um insgesamt 37 Prozent gestiegen. In den vergangenen vier Wochen fiel Henkel nicht mehr auf.

Die Analysten sind auch uneins, wie es mit der Aktie weitergeht: Laut Bloomberg raten 15 von 41 Analysten zum Kauf des Papiers, aber auch 17 empfehlen, die Aktie zu „halten“. Ich hoffe nun, dass Henkel am Freitag nicht enttäuscht, auch wenn die Gefahr groß ist. Etwas skeptisch machen mich aber Aussagen von Firmenchef Kasper Rorsted im Frühjahr, als er warnte, dass ein Krieg im Nahen Osten wegen der zu erwartenden Reaktion der Rohstoffpreise für Henkel ein viel größeres Risiko darstelle als die Lage in Griechenland.

Mit der Offensive im Gaza-Streifen hat sich dort die Lage im Nahen Osten nun ja wieder zugespitzt. Doch geklebt wird auch 2013, wie eine Nachrichtenagentur kürzlich titelte. Aufs Ganze gehe ich bei Henkel ohnehin nicht, ich kaufe eine relativ kleine Position für gut 1.000 Euro. Und falls es kurzfristig doch abwärts geht, muss ich eben auf die Dividende warten.

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