Drei Strategien, drei Depots

Bei Apple-Aktien einsteigen

Die Spannung bei den Handelsblatt-Depots steigt. Eine Redakteurin geht in die Offensive und steigt bei einem milliardenschweren Technologiewert aus den USA ein, der zuletzt herbe Verluste hinnehmen musste.
7 Kommentare
Tschö: Jessica Schwarzer, Ressortleiterin des Finanzteams bei Handelsblatt Online in Düsseldorf schaffte mit dem spekulativen Depot eine Rendite von 2,1 Prozent. Quelle: Pablo Castagnola

Tschö: Jessica Schwarzer, Ressortleiterin des Finanzteams bei Handelsblatt Online in Düsseldorf schaffte mit dem spekulativen Depot eine Rendite von 2,1 Prozent.

(Foto: Pablo Castagnola)

Ich wage mich aus der Deckung und kaufe Apple-Aktien. Das Papier hat an der Börse zuletzt eine ziemliche Talfahrt hingelegt und fast zwanzig Prozent verloren. Vor zwei Monaten kostete die Apple-Aktie rund 705 Dollar. Aktuell liegt sie bei 566 Dollar oder umgerechnet 440 Euro. Zugegeben, der Konzern hatte zuletzt einige Probleme.

Die Apple-Aktie lebt von Innovationen und positiven Überraschungen. Die neuesten Produkte von Apple waren allerdings nur Verbesserungen der alten Produktpalette. Die iPhones, MacBooks und iMacs werden zwar allesamt dünner und damit attraktiver, aber an echten Neuheiten fehlt es.

Ein Renner könnte das iPhone5 werden. Aber Apples Zulieferer kommen mit der Produktion nicht hinterher. Vor dem wichtigen Weihnachtsgeschäft kommt das natürlich weder bei den Kunden noch bei Börsianern gut an. Auch die neue Karten-App und das neue Betriebssystem iOS 6 sorgten nicht gerade für Begeisterungsstürme.

Doch das schreckt mich nicht ab. Nach dem Kursrutsch sind viele der Probleme eingepreist. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von aktuell rund 13 ist die Aktie so günstig wie lange nicht mehr. Nach Meinung von Scott Craig, Analyst bei Merrill Lynch, könnte sich der Kauf auf dem aktuellen Niveau lohnen. Die Aktie biete wieder ein sehr attraktives Verhältnis von Wachstum zu Bewertung, meint er. Kleiner Wehmutstropfen: Er senkt das Kursziel für die Aktien von 820 auf 780 US-Dollar. Gemessen am aktuellen Kurs, wäre das ein fettes Plus.

Ich glaube an den Konzern – nicht zuletzt, weil ich selber ein Fan der Produkte bin. Und deshalb investiere ich 6600 Euro und kaufe 15 Anteilsscheine. Ein kleines Plus habe ich mit meinem Zukauf heute sogar schon eingefahren.

Spekulatives Depot.

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Sinn und Unsinn von Dividendenrenditen
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7 Kommentare zu "Drei Strategien, drei Depots: Bei Apple-Aktien einsteigen"

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  • zu SAPPI--> In ein virtuelles Depot kann man alles kaufen .. Die Redaktion erwartet wahrscheinlich nicht wirklich, dass die Leser die Empfehlungen umsetzen

  • Hochinteressant, wie es der Redakteur geschafft hat, die SAPPI Anleihe zu kaufen. Das Ding hat ne "Kindersicherung" ist ab 1000 Euro handelbar.... Ab 100.000€ aber erst....
    Tolle Leistung....

  • Apple kaufen, weil die Aktie um 20% gefallen ist und mit einem KGV von 13 relativ guenstig sei? Das zeigt sich die Fachkompetenz einer Finanzredakteurin (ironisch gemeint)... Es gibt tausende von Aktien an den Boersen, davon koennten ein paar hundert ein Investment wert sein - Apple gehoert bestimmt nicht dazu, weil: 1. KGV 13 = teuer, 2. Dividenden-Rendite 1.89%, viel zu wenig 3. Zukunft: zweifelhaft, siehe RIM, Nokia, etc. 4. Wachstum: Fehlanzeige, der Apple-Markt duerfte gesaettigt sein 5. Chance/Risiko: 20-30% Gewinn/9x% Verlust? Buchwert: ca. 126$ Alternativen (ad hoc, ein paar hunderten): E.ON, Iberdrola, First Group, Banco Santander...

  • Apple ist total überkauft und verliert an Marktanteilen. Ebenso Google und Samsung. Ich glaube immer noch das Microsoft und Nokia völlig unterschätzt werden und diese Aktien durchaus mit ins Depot können - wenn auch in kleiner Stückzahl. Ich sehe diese Aktien als lachende Dritte. Das Apple mal bei über 700 war hat nichts zu bedeuten, die Aktie war auch mal bei 30, 50, 100 usw.

  • Fallobst im Depo ? Na ja ich bin nicht davon überzeugt dass eine Aktie bei SMA 30 den SMA 200 das erste mal seit 3 Jahren nach unten durchschlage hat son toller Kauf ist.

    Man könnte das ja auch nicht so technisch sehen und sich schlicht fragen woher denn das Wachstum einer Monsteraktie bei sich abschwächender Weltkonjunktur (Pessimisten wie Marc Faber sehen diese ja dank geldrucken kurz vorm Crash) und zunehmender Konkurrenz die an den Marktanteilen knabbert denn kommen soll.

    Historisch könnte man argumentieren das keine der 5 Firmen die jemals diese größe hatten diese auch behalten haben. Wenn et schick gelaufen ist haben die sich nur halbiert.

    Apple hat ne Menge Probleme und kein Mastermind mehr, die nächsten Quartalszahlen werden zeigen in wieweit sich schon die Konkurrenz Scheiben aus dem Apfelkuchen geschnitten hat. Apple ist weder unkapput- noch unverwundbar.

    Steve Jobs wußte schon warum er keine Dividende zahlen wollte auch der Move zum Ipad Mini könnte eine weitere Fehlentscheidung hin zu geringerer Marge und Kanibalisierung eigener Produkte gewesen sein.

    Was goes App must come down !

  • Bei Apple einsteigen? Na dann doch lieber Sparbuch, wird man nicht annähernd so viel Kohle verbrennen.
    Die Apple Storie ist vorbei, Luft raus, das Messer fällt, Ende Gelände, Schicht im Schacht, aus die Maus. PS: Betrifft ja nicht nur die Apple Aktie.
    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • Zitat:"Bei Apple-Aktien einsteigen"

    Achso, jetzt wo google und W8 Apple das Leben schwer machen werden? Und die derzeitigen Apple-Manager nicht wirklich Steve Jobs ersetzen.
    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

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