Drei Strategien, drei Depots
Ben Bernanke, der Schutzheilige der Aktionäre

Zyperns Lage ist alles andere als gut. Schon werden Vergleiche mit der Pleitebank Lehman Brothers gemacht. Die Börsen entwickeln sich allerdings wieder prächtig. Davon profitieren auch die Handelsblatt-Depots.
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Es gibt in den USA warnende Stimmen, die die Beteiligung von zypriotischen Sparern an der Sanierung ihrer Banken mit dem Fallenlassen der US-Bank Lehman Brothers vergleichen, das die Finanzkrise 2008 enorm beschleunigt hat. Aber im Grunde glaubt niemand daran, dass die Börse große Probleme zu verdauen hat.

Die US-Anleger verlassen sich auf ihren heißt geliebten Notenbank-Chef Ben Bernanke. Nach ihrem Empfinden sichert der die Börse quasi nach unten ab. Er hat ja auch oft genug deutlich gemacht in letzter Zeit, dass er nichts anbrennen lässt und sich allenfalls sehr vorsichtig aus dem Prozess des Gelddruckens zurückziehen wird. Im Grunde bewegen wir uns so in eine langweilige Börsenphase hinein: keine große Begeisterung mehr, aber auch wenig Angst.

Die Notenbank Fed steht in den USA immer wieder unter großem politischen Druck. Kritiker werfen ihr vor, durch ihre Aufkäufe von Staatspapieren den Prozess der öffentlichen Verschuldung noch zu beschleunigen. Außerdem halten sie ihr vor, mit ihrer Politik des billigen Gelders die Sparer zu beschädigen und die Banken zu begünstigen.

Auf der anderen Seite hat sich Bernanke für viele Leute aber auch zu einer Art Schutzheiligen entwickelt: Er kümmert sich um den Arbeitsmarkt, und er sogt dafür, dass die Börse nicht einbricht, er unterstützt auch den Immobilienmarkt. Die Wahrnehmung ist ähnlich wie in Europa im Zusammenhang mit der Euro-Krise: Es scheint so, als seien allein die Notenbanken noch handlungsfähig. Fragt sich nur, um welchen Preis.

Kommentare zu " Drei Strategien, drei Depots: Ben Bernanke, der Schutzheilige der Aktionäre"

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  • Was soll daran schlimm sein ? Alle drei scheinen keineswegs professionelle Anleger zu sein - zu erwarten dass sie besser sein würden als der große Rest ist daher naiv. Und auch der Einfluß der drei auf den Markt dürfte wohl eher vernachlässigbar sein. Wen also stören sie ?

    Nebenbei: Man muss sich auch erstmal in den Wind stellen und seine Entscheidungen zur öffentlichen Beurteilung freigeben - gerade wenn sie teilweise fragwürdig sind gehört dazu deutlich mehr Mut, als ihn die wenigen hauptberuflichen Nörgler hier im Forum beweisen.

  • @tingel
    Mehr Toleranz bitte! Mich öden Ihre Kommentare auch immer an...

    Aber diesen Versuch finde ich spannend und man wird in 2-3 Jahren sehen, dass es fast nur aufwärts gegangen ist. Unter den Betrag für die bereits ausgezahlten Dividenden der letzten jahre kann der DAX ja garnicht mehr fallen...

    Also DAX-Performance-Index minus DAX-Kurs-Index ist wohl der minimal mögliche DAX-Stand wenn die Aktien mit Null bewertet sind. ;-)

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