Drei Strategien, drei Depots: Bloß nicht den richtigen Zeitpunkt verpassen

Drei Strategien, drei Depots
Bloß nicht den richtigen Zeitpunkt verpassen

Angesichts des geplanten Evonik-Börsengangs fürchtet Kerstin Leitel um den Wert ihrer BASF-Aktien. Autor Frank Wiebe beschäftigt sich derweil mit einem gefallenen Börsenstar und der Frage, ob er jetzt zuschlagen soll.
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Der Apfel ist sauer geworden. Aber irgendwann schmecken auch saure Äpfel. Die Aktie von Apple hat ihr Profil verändert. Galt es lange Zeit, sie als Wachstumstitel im Depot zu halten und (wie bei allen Wachstumstiteln) rechtzeitig auszusteigen, so könnte sie jetzt ein Value-Titel sein. Eine Aktie, die vernünftig bewertet ist, auf einem funktionierenden Geschäftsmodell beruht und eine annehmbare Dividendenrendite in Aussicht stellt.

Nach dem Absturz zögere ich, man soll ja nie in ein fallendes Messer greifen. Aber möglicherweise verpasse ich so die Chance, das Papier günstig zu erstehen. Am Dienstag kommen Zahlen heraus. Im Vorfeld sieht man, etwas paradox, einen freundlichen Kurs, aber unfreundliche Schätzungen. Schmiert die Aktie am Dienstag ab, könnte es ein Kauf sein.

Ein Problem wäre allenfalls, dass ich dann Apple und Samsung in Depot habe, eine etwas einseitige Mischung.

Insgesamt hat mein Depot auch etwas gelitten unter der zwischenzeitlichen Börsenschwäche. Nachdem es schon fast auf ein Plus von zehn Prozent zumarschiert war, liegt es zurzeit deutlich darunter. Insofern war es jedenfalls gut, bisher auch noch einen guten Teil Bargeld zu behalten. Weil die Börsensituation immer unsicherer wird, liegt auch der Gedanke nahe, einfach zu verkaufen. Nur: Was mache ich dann mit dem Geld?

Kommentare zu " Drei Strategien, drei Depots: Bloß nicht den richtigen Zeitpunkt verpassen"

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  • dünnbrettbohrertum, was diese drei schwätzer hier verbreiten.
    braucht kein mensch, was diese drei schwatzen...

    ****gäääähn****

  • So langsam ist doch die Luft raus, liebe Redakteure. Musterdepots, bei denen nix gehandelt werden, sind ja fast schon ein passives Investment und das können Sie besser und billiger haben.

    Vorschlag:

    Wie wäre es denn, wenn Sie Ende Mai oder zu einem Stichtag Bilanz ziehen und aufzeigen, welche Fehler gemacht wurden bzw. was Anleger tun können, um diese entsprechend zu vermeiden.

    Fangen wir mal an:

    Nr. 1: Selbstüberschatzung
    Niemand schlägt auf Dauer den Markt. Niemand ist cleverer als der Markt. Sie nicht & ich schon lange nicht. Aktienauswahl (besonders ohne fundiertes (Mehr)Wissen und aufwendige Analyse) basiert auf dem totalen Zufallsprinzip und man kann die Entwicklung genauso gut vorhersagen wie die Zahlenfolge beim Roulette.

    Nr. 2: Verzerrte Wahrnehmung bzw. konfirmatorische Informationssuche

    Sie konstruieren sich Ihre eigene Realität. Das ist menschlich. Jeden Kauf versuchen Sie vorallem vor sich selbst zu rechtfertigen und dann Gründe zu finden, warum es eine clevere (natürlich viel clever als der Markt) Idee war diese Aktien zu kaufen.

    Nr. 3: Herdentrieb

    Erklärt sich von selbst.

    Meine Hypothese (Gewichtung je nach Risikoneigung, aber der Einfachheit halber z.B.):

    Ein Portfolio aus 60% MSCI World (über ETF) und 40% Bundesanleihen (ETF oder eine 10-jährige Anleihe) schlägt jedes der drei Musterportfolios auf Dauer um Längen und ist dabei kostengünstiger und stressfreier.

    Strategie festlegen, regelmäßig investieren und daran festhalten. Fertig.

  • Wo findet man heute denn die drei Depots?

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