Drei Strategien, drei Depots
Dax und Depots auf Rekordjagd

Der Dax kommt im „Angstmonat“ September besser voran als erwartet. Das Allzeithoch scheint in greifbarer Nähe. Bei den Musterdepots erreicht das ausgewogene Portfolio schon jetzt neue Rekordstände.
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„Allzeithoch“ beim ausgewogenen Handelsblatt-Depot: Mit einem Plus von rund 8,9 Prozent seit Auflegung vor etwa zehn Monaten ist es jetzt erstmals mehr wert als beim bisherigen Rekordstand von Mitte Mai. Deutlich geringer erholt von der weltweiten Börsentalfahrt im Sommer hat sich im gleichen Zeitraum dagegen der Benchmark-Index der Musterportfolios: Der gesamteuropäische Leitindex Stoxx 50 liegt noch fast vier Prozentpunkte unter seinem damaligen Stand  – bevor die Spekulationen über einen Ausstieg aus der ultralockeren US-Geldpolitik begannen und für Turbulenzen sorgten.

Da ich kurzfristig neue Unruhe am Aktienmarkt erwarte, nutze ich die Gunst der Stunde und realisiere bei einem Dax-Stand von knapp 8500 Punkten weitere Buchgewinne: Ich verkaufe einen Teil meiner Bonuszertifikate auf den Dax (WKN: BN6UN0) und richte mein Portfolio damit vorübergehend etwas defensiver aus.

Ich glaube, dass die jüngsten Kursgewinne am Aktienmarkt zu einem gewichtigen Teil aus sogenannten „Short-Eindeckungen“ resultieren: Viele Investoren, die wegen des drohenden Militärschlags der USA in Syrien auf fallende Kurse gewettet hatten, wurden durch den Vermittlungsvorstoß Russlands auf dem falschen Fuß erwischt. Um ihre Verluste einzugrenzen, mussten die Börsenbären das Lager wechseln. Das hat die Kurse zusätzlich befeuert.

Doch je näher die für die weitere Entwicklung der US-Geldpolitik entscheidende Sitzung der Fed am kommenden Mittwoch rückt, desto stärker wird erneut Unruhe am Markt aufkommen. Ähnliches gilt für die Bundestagswahl am 22. September. Die Chancen stehen damit gut für niedrigere Wiedereinstiegskurse.

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