Drei Strategien, drei Depots: Der Countdown zur Italien-Wahl ist gestartet

Drei Strategien, drei Depots
Der Countdown zur Italien-Wahl ist gestartet

Ende Februar wählt Italien einen neuen Präsidenten. Die Wahl verspricht spannend zu werden, besonders für Frank Wiebe. In seinem Depot liegen zahlreiche Italien-Bonds. Nach der Wahl wird sich zeigen, was sie wert sind.
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In meinem Depot habe ich viele Aktien, eine sehr lang laufende belgische Staatsanleihen und über einen börsengehandelten Indexfonds einen ganzen Korb italienischer Staatsanleihen mit verschiedenen Laufzeiten. Gerade die Bonds aus Italien sind nicht gerade ein Hort der Stabilität, aber ich bin damit bislang gut gefahren, auch wenn die Kurse zuletzt wieder etwas unter Druck geraten sind. Ich habe jedoch schon im November gekauft als die Kurse noch niedriger waren. Von daher profitierte ich nicht nur von den Zinsen, sondern auch von der Kursentwicklung und liege mit der  Position rund viereinhalb Prozent im Plus. Und dass Italien zahlungsfähig bleibt und seine Anleihen zurückzahlt, glaube ich ohnehin.

Natürlich ist zuletzt die Unsicherheit in Italien vor den Wahlen gestiegen. Aber dass der umstrittene Ex-Regierungschef Silvio Berlusconi tatsächlich das Rennen macht, kann ich mir nicht vorstellen.

Und allzu besorgt sind auch die institutionellen Anleger nicht. Schließlich konnte sich Italien gestern 6,6 Milliarden Euro über neue Bonds leihen und hat damit schon 18 Prozent seines gesamten Refinanzierungsbedarfs für das laufende Jahr über die Märkte gedeckt.

Besonders positiv stimmt mich dabei, dass Italien zum ersten Mal seit fast zwei Jahren auch wieder Investoren für eine Anleihe mit einer Restlaufzeit von 27 Jahren fand. Die langlaufenden Anleihen schwanken in ihren Kursen stärker als kurzlaufende Bonds, weil Anleger ihr Kapital länger binden. Die Großanleger scheinen davor aber keine allzu große Angst zu haben.

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  • „Der absolute Dilettant weiß überhaupt nichts und jeder - auch er selbst - weiß das. Hat er dann die nächste Wissensstufe erreicht, glaubt er, er wisse schon eine ganze Menge und erweckt diesen Anschein auch bei anderen. Er ist schon zum „Dilettanten mit Erfahrung” avanciert, der zwar nicht den Markt selbst, aber doch einige Bemerkungen über den Markt - von Dilettanten, die noch mehr wissen als er - studiert hat. Der Dilettant, der noch eine Wissensstufe mehr erklommen hat, weiß schon, wie er sich durch ein paar Methoden, die die absoluten Dilettanten eben erst herausfinden, gelegentlich vor Verlusten schützen kann. Und genau dieser Dilettant, der kein blutiger Anfänger mehr ist - weniger der absolute Dilettant - ist das ganze Jahr über die wirkliche Einnahmequelle der Commission Houses. Er kann sich durchschnittlich dreieinhalb Jahre halten, während ein absoluter Anfänger einen Zeitraum von drei bis dreißig Wochen an der Wall Street durchsteht. Natürlich ist es der Dilettant, der schon einiges weiß, der stets die berühmten Trading-Aphorismen und all die Gesetze der Spekulation zitiert. Er weiß um all die „Tu-das-nicht”-Regeln der erfahrenen Börsianer - mit Ausnahme der wichtigsten: Sei kein Dilettant!” (aus „Jesse Livermore – Das Spiel der Spiele”)

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