Drei Strategien, drei Depots
Die Börse als Glücksspiel

Die jüngste Börsen-Rally beschert unseren Redakteuren ein kräftiges Depotplus. Frank Wiebe denkt bereits über Teilverkäufe nach. Denn der Zug für neue Investments ist aus seiner Sicht bereits abgefahren.
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Der Börsenboom lässt mein Depot mittlerweile, gemessen am investierten Volumen und an den Kurssteigerungen, auf ein Plus von acht Prozent zu laufen. Bank of America allein hat schon rund ein Viertel zugelegt. Und wirklich unter Wasser ist nur Vodafone. Hätte ich vielleicht doch Hedgefonds-Manager statt Journalist werden sollen?

Natürlich hatte ich vor allem Glück (wie viele Hedgefonds-Manager auch). Wenn die Aktien steigen, und in den USA tun sie das besonders gut zurzeit, dann ist es nicht schwer Geld zu verdienen. Das Problem ist allerdings: Wenn die Kurse schon so hoch gelaufen sind, was soll ich dann noch zukaufen?

Oder ist es vielleicht sogar schon Zeit, die eine oder andere Aktie abzustoßen? Diese Entscheidung werde ich noch etwas aufschieben. Eigentlich wollte ich viel stärker auch in Anleihen investieren - es soll sich ja um ein ausgewogenes Depot handeln. Aber die niedrigen Zinsen, selbst für Papiere mit etwas höherem Risiko, haben mich davon abgehalten.

Wenn man die Papiere wirklich langfristig hält, stellt sich mittlerweile die Frage, ob Aktien oder Anleihen das höhere Risiko beinhalten. Denn bei Anleihen kann ein kleiner Kursrutsch die Minirendite sehr schnell ganz verschwinden lassen. Umgekehrt kann bei Aktien, die wenigstens eine vernünftige Dividendenrendite bieten, Kursschwächen manchmal ganz gut einfach aussitzen.

Kommentare zu " Drei Strategien, drei Depots: Die Börse als Glücksspiel"

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  • Korrekter wäre es, hier nicht das tatsächlich investierte Kapital, sondern das zur Verfügung stehende, also 100.000€ als Maßstab zu nehmen.
    Dann schrumpfen die 8% etwas.

    In aller Bescheidenheit darf ich vielleicht erwähnen,
    dass ich mit einem praktisch zur gleichen Zeit begonnen
    Konto, auch unter Berücksichtigung der Transaktionskosten,
    inzwischen schon bei 17 % angekommen bin.
    Das Konto enthält nur HDAX-Werte.
    Das simple Erwerbsprinzip der einzelnen Titel war im Grunde: Teuer einkaufen.
    Maßstab war ein selbtgebasteltes System relativer Stärke
    innerhalb des HDAX und der ungefähr wöchentliche Verkauf
    des jeweils schwächsten Titels im Portfolio.

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