Drei Strategien, drei Depots: Die Fed tut nichts, was die Wirtschaft bremst

Drei Strategien, drei Depots
Die Fed tut nichts, was die Wirtschaft bremst

Wie aussagekräftig ist der US-Arbeitsmarktbericht? Daran scheiden sich die Geister. Sicher ist: Die Fed wird weiter Geld drucken. Doch Handelsblatt-Redakteur Frank Wiebe fragt sich, wie es langfristig weitergeht.
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Am Freitag passte für den US-Aktienmarkt wieder alles zusammen. Die Arbeitslosigkeit ist auf 7,7 Prozent gesunken, und so niedrig war sie schon lange nicht mehr. Daten über Lohnzahlungen waren ebenfalls positiv. Und weil die US-Notenbank (Fed) vorher mehrfach deutlich gemacht, dass die Daten noch weitaus besser werden müssten, bis sie ihre lockere Geldpolitik zurückfährt, hat auch niemand Angst, dass gute Daten zu höheren Zinsen führen. Entsprechend positiv gestimmt startete die Börse.

Diskussionen gibt es allenfalls darüber, wie viel die Arbeitslosenrate tatsächlich aussagt. Offenbar hat die Zahl der Amerikaner zuletzt etwas zugenommen, die gar keinen Job mehr suchen, die also aufgegeben haben. Die fallen aus der Statistik heraus und sorgen so mit dafür, dass die Quote gut aussieht. Aber diese Einschränkung bestärkt nur die Position der Fed, vorerst nichts zu tun, was die Wirtschaft bremsen könnte.

Während kurzfristig das Bild also klar ist, gibt es doch mehr und mehr die Sorge, die langfristige Folge der lockeren Geldpolitik könnte Inflation sein. Oder genauer gesagt: Das Zusammenspiel von Staatsverschuldung und lockerer Geldpolitik könnte dazu führen. Denn wenn Amerika sein Schuldenproblem nicht in den Griff bekommt, könnten irgendwann die Zinsen für Staatspapiere anziehen, weil die Investoren sie nur noch zögerlich kaufen.

Und dann gibt es nur zwei Wege, die beide zu keinem guten Ziel führen. Entweder die Zinsen steigen eben, und die Verschuldung beschleunigt sich noch wegen der hohen Zinsen. Oder die Notenbank muss immer mehr Geld drucken, um das Problem zu lösen - und hat immer weniger die Möglichkeit, auf die Preisentwicklung zu achten.

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