Drei Strategien, drei Depots
Die Geldmaschine gerät ins Stottern

Seit Jahren kennt die Kurve von Fresenius nur eine Richtung: nach oben. Doch nach dem Gewinneinbruch der amerikanischen Tochter befürchten viele Anleger ein Ende des Höhenflugs. Droht jetzt der große Kursrücksetzer?
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Ein Klassiker für mein konservatives Depot wären eigentlich die Aktien von Fresenius. Gesundheit ist schließlich ein wenig zyklisches Geschäft und 20 Jahre in Folge hat der Konzern seine Dividende erhöht. Doch mir war die Aktie bislang zu teuer. Am Dienstag hat sich an den Quartalszahlen aber gezeigt, dass auch das Gesundheitsbusiness nicht frei von Schwankungen ist.

Fresenius selbst verdiente zwar im vergangenen Jahr mehr, aber die auf Dialyse spezialisierte Tochter Fresenius Medical Care (FMC) musste zuletzt einen Rückgang verbuchen und schockte Anleger mit einer Gewinnwarnung. FMC spürt vor allem Gegenwind in den USA, weil es dort seit Jahresbeginn eine Steuer auf medizinische Geräte gib. Und da FMC 29 Prozent ihres Gewinnes beim Mutterkonzern abliefert setzt das auch die die Fresenius-Aktie unter Druck.

Im Prinzip finde ich die Fresenius-Aktie zwar trotzdem ein interessantes Investment. Mit knapp 95 Euro notiert sie aber weiter nahe ihres Allzeithochs und ist mir immer noch zu teuer. Unter den Analysten teilen allerdings nur die wenigsten meine Einschätzung. Von den 33 Bankern, die die Aktie beobachten raten nach Angaben des Informationsdienstes Bloomberg 20 zum Kauf. Doch das stört mich nicht.

Kommentare zu " Drei Strategien, drei Depots: Die Geldmaschine gerät ins Stottern"

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  • Fr. Schwarzer: wie kann man eigentlich mit 100.000,- starten, einen Vermögensstand von 99.482,66 haben und das Depot ist dennoch im Guten?

    Vom HB lernen, heißt also doch siegen lernen...

  • @Holzauge: Ganz Ihrer Meinung.

    @Wackelpudding: Ach, Wackel. Nach 3-5 Jahren habe ich eine Dividendenrendite von min. 30% kumuliert. Und da alle Untersuchungen zeigen, das Dividenden zahlende Werte in jedem 10-Jahres-Zeitraum die Übrigen outperformen, liegt der TR deutlich höher. Man muss sich eben mit bescheidenen 50-100 % in 5 Jahren zufrieden geben.

    Und wenn der Kurs um 20% einbricht, was ist passiert? Der manisch-depressive Mr. Market hat beim Tanzen wieder eine Pirouette gedreht. Wer so eine zum Tanzen auffordert: selber schuld!

  • Die Performancekurve von Frau Schwarzer zeigt nur:
    Keine belastbare Strategie, keine Ahnung, falsche Einstiegsszeitpunkte, falsche Werte. Kurz: ein Zeichen des Versagens, sozusagen ein Lehrstück darüber, wie man's nicht machen sollte.

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