Drei Strategien, drei Depots: Die niedrigen Erwartungen wurden übertroffen

Drei Strategien, drei Depots
Die niedrigen Erwartungen wurden übertroffen

Die Depots der Handelsblatt-Redakteure legen zu. Das liegt an der gut anlaufenden US-Berichtsaison. Entgegen der Erwartungen überrascht der Aluminiumkonzern Alcoa mit glänzenden Zahlen.
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Was treibt im Jahr 2013 die Kurse? Die Deutsche Bank USA hat darauf gleich zwei Antworten. Einmal geht sie davon aus, dass die Bewertungen, also die Kurs-Gewinnverhältnisse, der amerikanischen Aktien steigen werden, weil die Investoren wieder mehr Vertrauen gewinnen. Und zum zweiten rechnet sie mit weiter steigenden Ausschüttungen.

Schon 2012 sind die Dividenden der Unternehmen im S&P 500 um rund 20 Prozent gestiegen, für das laufende Jahr erwarten die Experten noch einmal zehn Prozent. Interessant ist aber auch, was sie nicht erwarten: stark steigende Gewinne. Ein wenig werden die noch zulegen, aber nicht mehr so wie 2012. Für mein Depot heißt das: weiter nach Aktien mit niedriger Bewertung und guter Ausschüttung suchen.

Aktienstratege David Bianco von der Deutschen Bank glaubt, dass die Bewertungen sich verbessern, obwohl 2013 möglicherweise die Zinsen steigen. Für das erste Halbjahr erwartet er ohnehin allenfalls einen mäßigen Anstieg der Renditen, etwas turbulenter könnte es in der zweiten Hälfte zugehen. Aber nach seiner Berechnung könnten die US-Aktien, wenn man mit heutigen Zinsen rechnet, ein KGV um die 20 haben. Tatsächlich liegt es aber aber nur 14. Da gibt es also eine Lücke. Außerdem gelten Zinssteigerungen, so lange sie in Maßen passieren, eher als Zeichen der Normalisierung und sollten daher keine Bedrohung für den Aktienmarkt darstellen. Hoffen wir, dass es so kommt: Manchmal ist die Aktienrally ja auch gerade dann vorbei, wenn die gesamte Wirtschaft gerade wieder gesund wird.

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