Drei Strategien, drei Depots
Facebook und der Tod

Die britischen wie US-amerikanischen Börsen waren am Montag wegen Feiertagen geschlossen. Dennoch blicken Jessica Schwarzer, Frank Wiebe und Kerstin Leitel über den großen Teich – und kommen dabei ins Grübeln.
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Eigentlich wollte ich mich zum Wochenauftakt nicht mit US-Aktien beschäftigen. Warum auch, die Börse dort hatte doch wegen eines Feiertages eh geschlossen.

Dann jedoch fand ich eine Meldung, die mich doch dazu veranlasste. Jedes Jahr sterben 375.000 Facebook-Nutzer. Darüber hatten sich ähnlich wie ich sicher noch nicht viele Gedanken gemacht in der oft ach zu jungen und hippen Welt dort. Spätestens in 100 Jahren ist somit so gut wie jeder der heute rund einen Milliarde Nutzer weg. Was entsteht dann? Ein riesiger digitaler Friedhof? Natürlich werde ich jetzt deswegen meine Facebook-Aktien nicht verkaufen. Solange immer noch mehr täglich dazu kommen als sterben, funktioniert das Geschäftsmodell.

Aber ein seltsamer Gedanke ist der an einen digitalen Friedhof schon. Gerade weil sich im Bekanntenkreis vieler Nutzer bereits tote Freude finden und weil die Frage im Raum steht, was mit dem Profil der Toten passieren soll. Gibt es da einen Nachlassverwalter? Es muss mit dem so herbstlichen Wetter zusammenhängen, dass einem plötzlich solche Gedanken kommen.

Kommentare zu " Drei Strategien, drei Depots: Facebook und der Tod"

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  • Selbst das "beste" Depot ist nach bald einjähriger Hausse nur 11% im grünen Bereich, das ist ... zumindest lehrreich.

    Die hier niedergeschriebenen Gedankengänge sind inkonsistent, ausschließlich reproduzierend und in keinster Weise geeignet, den Lesern Anstöße für nachhaltigen Investmenterfolg zu geben.

  • Für Herrn Wiebe ist die Hausse seit Jahresbeginn in der Endphase. Fr. Schwarzer beginnt zu philosophieren, vielleicht macht Sie das ja besser als die Verwaltung Ihres Depots.

  • Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass die Anleger in den nächsten Monaten ihr Herz für Anleihen, Rohstoffe oder Sparguthaben erwärmen können. Deswegen würde ich sagen, dass die Hausse noch eine gefühlte Ewigkeit so weiter geht.

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