Drei Strategien, drei Depots
Fed-Protokolle stiften Verwirrung

Wann verschärft die US-Notenbank ihre Geldpolitik? Die Fed-Protokolle sollten eine Antwort geben. Ein klares Signal blieb aber aus. Was bedeutet das für die Märkte? Unsere Redakteure sind sich uneins.
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Wer wie ich auf die Fortsetzung der Politik des billigen Geldes in den USA gesetzt hat, kann durchatmen: Auch aus dem mit Spannung erwarteten Protokoll der Zinssitzung von Ende Juli geht kein Zeitplan hervor, ab wann die Notenpressen langsamer rotieren sollen. Damit bleibt vorerst alles beim Alten. Das Risiko starker Rückschläge an den Börsen scheint vorerst gebannt.

Dennoch wächst die Skepsis – auch bei mir. Turbulenzen erwarten mittlerweile nicht nur illustre Investoren wie Dauerpessimist Marc Faber oder Großspekulant George Soros, der angeblich mit über einer Milliarde Dollar auf fallende Kurse wettet. Auch andere Experten mahnen zur Vorsicht. So sichern Strategen der DZ-Bank jetzt Gewinne und reduzieren die Aktienquote in ihrem Modellportfolio.

Langfristig erwarte ich zwar im Trend eher steigende Aktienmärkte. Kurzfristig dürften den Börsen der etablierten Volkswirtschaften allerdings schon bald wieder die Kräfte ausgehen. Zu viel Positives wurde in den aktuellen Notierungen bereits vorweggenommen – ohne dass sich die fundamentalen Daten der Unternehmen hinreichend stark verbessert hätten.

Sollte der Dax in den nächsten Tagen deutlich über die Marke von 8500 Punkten steigen, werde ich den ein oder anderen Buchgewinn realisieren – und meine Position an Reverse-Bonus-Zertifikaten weiter aufstocken. Diese Papiere sind immun gegen Baissephasen und stabilisieren mein Depot, wenn es an den Märkten ungemütlich zugeht.

Kommentare zu " Drei Strategien, drei Depots: Fed-Protokolle stiften Verwirrung"

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  • Was mich ärgert, ist, dass die Politik der Notenbanken sich hauptsächlich für die Anleger der Börsen einsetzt. Immer wieder ist zu hören:°Wenn die lockere Geldpolitik aufhört.......als ob die Börsen heilige Kühe wären. Als scheint als ob Bernanke sich geniert, die lockere Geldpolitik langsam rückgängig zu machen, weil die "armen Börsianer" dann Verluste hinnehmen werden. Die ultalockere Geldpolitik muss zu einem Ende kommen. Sie war schon viel zu lang und wird mittelfristig sicher unangenehme Konsequenzen herbeiführen.



  • Wenn ich mir die 3 Böserngurus so anschau, Verwirrung ?
    Bei der Fed, lest mal in Ruhe US Hauslektüre, bevor ihr immer die Döners reinmampft.

  • Zwischen 7400 und 8550 ist alles möglich.Mal 10% hoch,dann wieder 10% runter.Die Frage,für uns,die wir schon investiert sind,wird sein,lassen sich auf Dauer,strategisch und langfristig,neue Käuferschichten für den Markt gewinnen.Nur wenn das gelingt,ähnlich wie zu Anfang der Achtziger,wird sich ein neuer Boom manifestieren.Denn der DAX als Performanceindex notiert zwar nahe des ATH´s,aber der Kursindex,der am ehesten die Marktkapitalisierung eines Index ausdrückt eben nicht,er steht so hoch wie im Sommer 1998.Die niedrigen Zinsen wirken zwar stützend,aber doch nur bei denen,die eh schon investiert sind.Damals brachte der Neue Markt neue Käuferschichten an die Börse.Aber ob das nochmal gelingt,bleibt abzuwarten.

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